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Gesund und Nachhaltig Seniorendomizil aus Frankenthal stellt auf Biokost um

Ein Seniorenheim in Rheinland-Pfalz hat die Ernährung für seine 125 Bewohner komplett auf biologische Kost umgestellt. Trotz Wechsel sind die Kosten konstant geblieben, lediglich das Lager wurde umstrukturiert. Wie das Küchenteam die Veränderungen meisterte.

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Zeigemäße Wege gehen. Das ist auch und gerade in Seniorenheimen wichtig. Und immer mehr Pflege- und Seniorenunterkünfte gehen diese Wege. Es geht um ein altersgerechtes und selbstbestimmtes Leben. Ein ganz basaler und wichtiger Punkt ist die Ernährung. In diesem Sinne hat das Altera Seniorendomizil in Frankenthal bei Mannheim die Verpflegung auf Biokost umgestellt.

"Ganz nach dem Motto ‘Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen‘ wollten wir ein bedarfsgerechtes und schmackhaftes Angebot von Speisen und Getränken, die gesund, lecker und frisch zubereitet sind, bieten", beschreibt Geschäftsführer Hans-Georg Pompe den Anspruch seines Hauses.

Nicht teurer als vorher

Regionale, nachhaltig erzeugte Lebensmittel mit hohem Bio-Anteil sollten es sein. Und das hat auch geklappt. Seit etwas mehr als einem Jahr ist der Caterer Rebional mit an Bord. Der Gastronom für Gemeinschaftsverpflegung kommt aus Herdecke und beliefert auch Krankenhäuser, Schulen und Kitas. Der gute Geschmack spielte die entscheidende Rolle bei der Wahl des Caterers, aber auch die Wirtschaftlichkeit: Der Umstieg auf Biokost hat das Essen in der Seniorenresidenz nicht teurer gemacht.

Respekt vor Lebensmitteln

Viel verändert hat sich in der Küche des Seniorenheims nicht: Für den Wechsel gab es keine Umbauten, lediglich das Lager musste umstrukturiert werden. Für das Küchenteam bedeutete die Umstellung auf Biokost zunächst ein anderes Arbeiten. Alle wurden aber unter der Leitung von Torsten Rumprecht von Rebional geschult. Zur Schulung gehörte der Respekt vor dem Rohstoff Lebensmittel, mit frischen Gewürzen arbeiten und jedes Gericht probieren. Dazu kommt noch zielgruppengerecht zu kochen und nach aktuellem ernährungswissenschaftlichem Wissen auch einen gesundheitsfördernden Effekt zu erzielen.

Diäten und Erkrankungen beachten

Eine weitere Herausforderung ist es, mit den Speisen auf Einschränkungen oder Erkrankungen zu reagieren. Schluckstörungen, Demenz, Unverträglichkeiten oder ärztlich verordnete Diäten verlangen mit unter eine spezielle Art der Zubereitung. Darum kümmert sich René Menz, der seit Anfang 2020 hier Gastronomie-Betriebsleiter ist und vorher in Restaurants am Herd stand. "Diese andere Herangehensweise macht mir persönlich sehr viel Spaß. Und natürlich auch, die zufriedenen Seniorinnen und Senioren zu sehen".

Auf Nachhaltigkeit achten

Neben der Bioquote bei den Lebensmitteln und, dass die Lieferanten aus der Region kommen, spielt Nachhaltigkeit auch in der Küche eine Hauptrolle. Hier geht es u.a. um Müllvermeidung: Weil genau kalkuliert wird, fällt im Vergleich zu früher nur noch die Hälfte an Speiseabfällen an.

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