DigitalRadar Krankenhaus Schnellere Bewilligung der KHZG-Fördermittel

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Nach der Vorstellung der ersten Ergebnisse des „DigitalRadar Krankenhaus“ fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) eine zügigere Bewilligung der KHZG-Fördermittel.

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Die DKG fordert nach Veröffentlichung der Ergebnisse des „DigitalRadar Krankenhaus“ eine konsequente Umsetzung der KHZG-Förderung. – © santiago silver (stock.adobe.com)

Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), erklärt: „Mit der Veröffentlichung erster Ergebnisse aus der Erhebung des digitalen Reifegrades deutscher Krankenhäuser bestätigt sich, dass die Förderung durch das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) nun konsequent umgesetzt werden muss.“

Neben einer soliden Positionierung im internationalen Vergleich wird auf Basis dieser von 91 Prozent aller deutschen Krankenhäuser erhobenen Daten deutlich, dass die notwendigen strukturellen Voraussetzungen für Digitalisierung inzwischen in der Mehrheit der Krankenhäuser vorliegt.

Mehr als 1.000 Förderanträge noch nicht bewilligt

Bei der digitalen Einbindung der Patientinnen und Patienten („Patientenpartizipation“) in den Behandlungsprozess weist das DigitalRadar noch erheblichen Nachholbedarf aus. Die Krankenhäuser warten hier auf die Bewilligung von mehr als 1.000 Förderanträgen zum Aufbau von Patientenportalen durch das Bundesamt für soziale Sicherung. Die DKG hatte in der Vergangenheit auf eine zügige Abarbeitung gedrängt. Die Dringlichkeit hierfür wurde durch die Ergebnisse der Reifegradmessung noch einmal bestätigt. 

Wichtig sei, dass nun transparent mit den detaillierten Auswertungsergebnissen der Befragung umgegangen werde und diese auch den Bundes- und Landesverbänden der Krankenhäuser zugänglich gemacht werden, um sie im Rahmen gesetzlich übertragener Aufgaben bei der Digitalisierung des Krankenhausbereichs berücksichtigen zu können.

Dass sich die Bewilligung der Fördermittel nun noch weit in das Jahr 2022 hineinziehen wird, erschwere die ohnehin prekäre Situation der Krankenhäuser im Kampf um entsprechende Ressourcen weiter. Krankenhäuser waren gezwungen, teils in wenigen Wochen ihre Bedarfsanmeldungen bei den zuständigen Stellen der Länder einzureichen. Insofern erwarten die Krankenhäuser nun zurecht, dass die Bewilligung der beantragten KHZG-Fördermittel deutlich an Fahrt gewinnt, betont die DKG. An der Sanktionsverpflichtung ab dem Jahr 2025 könne der Gesetzgeber unter diesen Umständen nicht festhalten.