Telemedizin Sana eröffnet Telemonitoringzentrum

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Die Sana Kliniken bieten jetzt eine telemedizinische Betreuung für Menschen mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz in Berlin an. Erste erkrankte Menschen wurden bereits angeschlossen.

Sana Telemonitoriungzentrum
Sana bringt die telemedizinische Behandlung von Menschen mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz in die Fläche. – © Volker Knauer/Sana

„Das ist ein echter Meilenstein“, sagt Dr. Jens Schick, Vorstandsmitglied der Sana Kliniken AG. „Wir ermöglichen damit mehr Patienten – auch aus dem ländlichen Raum – am medizinischen Fortschritt teilzuhaben.“ Die Telemedizin sei eine wichtige Ergänzung einer modernen Patientenversorgung in der Kardiologie. „Beginnende Verschlechterungen der kardiovaskulären Situation können wir so frühzeitiger erkennen“, erklärt Professor Dr. Fabian Knebel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II mit Schwerpunkt Kardiologie am Sana
Klinikum Lichtenberg in Berlin.

Telemonitoring als ambulante Kassenarztleistung

Das Telemonitoring kann als ambulante Kassenarztleistung bei Patienten und Patientinnen mit einer verringerten Pumpleistung des Herzens, den Stadien NYHA II und III der Herzinsuffizienz, erfolgen, die bereits mit einem implantierten herzunterstützenden Aggregat behandelt werden. Es komme auch zum Einsatz bei Personen ohne ein solches Implantat, die wegen einer kardialen Dekompensation in den vergangenen zwölf Monaten im Krankenhaus versorgt werden mussten, heißt es bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Weitere Telemonitoringzentren sollen folgen

Das neue Telemonitoringzentrum (TMZ) der Sana Gesundheitszentren Berlin-Brandenburg gehört zu den ersten, die von der Kassenärztlichen Vereinigung anerkannt wurden und Regelleistung im kassenärztlichen Bereich erbringt. „Weitere Zentren werden folgen“, kündigte Schick an. Die kardiologische Praxis der Sana Gesundheitszentren in der Poliklinik am Berliner Tierpark bildet den fachlichen Kern der Sana Telemedizin. „Sie stellt das entsprechend ausgebildete Fachpersonal, modernste Apparate und Räumlichkeiten“, erklärt Schick. Das TMZ ist u.a. für das Management der zu überwachenden Herz- und Vitalparameter sowie die technische Ausstattung der Patientinnen und Patienten zuständig – nach Abstimmung im Vertretungsfall auch für die Aufgaben des behandelnden Arztes/der behandelnden Ärztin. Die Aufgaben des TMZ können ausschließlich Kardiologinnen und Kardiologen übernehmen, die bestimmte zusätzliche Voraussetzungen im Bereich der Telemedizin erfüllen.

Telemonitoringzentrum erhält Patientendaten via elektronischer Patientenakte

Die Patientinnen und Patienten können ihre Daten, u.a. zu Blutdruck, EKG, Gewicht und allgemeiner Befindlichkeit, via Tablet an eine elektronische Patientenakte des TMZ schicken. Dort werden die Daten von einer medizinischen Fachkraft vorausgewertet und von einem verantwortlichen Kardiologen bzw. einer verantwortlichen Kardiologin beurteilt. Falls Werte vom Normbereich der Behandlung abweichen, informiert die TMZ-Praxis die Patientinnen und Patienten und die behandelnde Ärzteschaft, damit Behandlungsmaßnahmen angepasst werden können. Diese Betreuung verbessere nachweislich den Therapieerfolg und das Befinden der Patientinnen und Patienten.