Politik -

Saarland will Patientenfürsprecher stärken

Das saarländische Gesundheitsministerium hat ein Merkblatt zur Rolle von Patientenfürsprechern in den Krankenhäusern herausgegeben. Damit will die Landesregierung die Stellung der ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Kliniken stärken.

"Die Patientenfürsprecher leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Patientenzufriedenheit und zur Verbesserung des Qualitätsmanagements in unseren Krankenhäusern", betont Gesundheitsminister Andreas Storm anlässlich eines Gesprächs mit Vertretern der Saarländischen Krankenhausgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft Saarländischer Patientenfürsprecher. Beide Ziele seien wichtiger denn je, gerade hinsichtlich enormer Arbeitsbelastung sowie anhaltender Veränderungen im Krankenhausalltag.

Das abgestimmte Merkblatt soll den Kliniken im Umgang mit dem Paragraf 8 des Saarländischen Krankenhausgesetzes helfen, in dem die Patientenfürsprecher verankert sind. "Krankenhausaufenthalte werden von Patienten oft als Krise empfunden", sagt Storm. Neben Angst und Verunsicherung mache sich oft ein Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber der Institution bemerkbar. "Gerade dort brauchen Patientinnen und Patienten Ansprechpartner, die ihnen Information, Beratung, Fürsprache und Vermittlung in Bezug auf ihre Situation bieten."

Die ehrenamtlich tätigen Patientenfürsprecher sind gegenüber dem Krankenhausträger und den zuständigen Behörden unabhängig und zugleich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sie werden direkt von den Patienten beauftragt und können gegebenenfalls gegenüber den verschiedenen an der Versorgung beteiligten Stellen vermitteln und darauf hinwirken, Defizite abzustellen.

Eine Übersicht der saarländischen Patientenfürsprecher sowie das Merkblatt gibt es online auf http://www.saarland.de/111387.htm

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