Tipps für die Wahl der passenden Handtuchlösung Rollen- vs. Falthandtuch?

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Höchste Hygienestandards stellen höchste Anforderungen an Verbrauchsmaterialien wie Einmalhandtücher und deren Spender. Sie müssen hygienisch, effizient sowie einfach zu handhaben sein. Doch mit welchen Handtüchern werden Einkäufer, Facilitymanager, Hauswirtschaftsleiter und Hygienefachkräfte diesen Aspekten gerecht?

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    Ob das Handtuch von der Rolle oder vom Stapel kommt, kann einen Unterschied machen.
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    Beispiel: Handtuchspender mit Kontrollfenster.

Geringer Verbrauch, leichte Befüllung, reduziertes Abfallaufkommen, weniger Kosten – die Anforderungen an Verbrauchsmaterialien in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind hoch. So achten z.B. Hygienefachkräfte auf hygienische und damit z.B. berührungslose Systeme, um die Hygienestandards für Pflegepersonal und Patientensicherheit zu gewährleisten. Facility-Manager und Hauswirtschaftsleiter müssen hingegen für wirtschaftliche Prozesse und reibungslose Reinigungsabläufe sorgen sowie die Kosten unter Kontrolle halten. Verbrauchsmaterialien sollten funktional und effizient sein. Einkäufer legen wiederum Wert auf Produkte, die ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit aufweisen. Am Beispiel von Handtuchsystemen wird im Folgenden erklärt, wie sich diese unterschiedlichen Anforderungen erfüllen lassen.

Falthandtücher – Vorteile

Falthandtücher sind momentan der Standard und finden in Krankenhäusern und Alten- sowie Pflegeeinrichtungen am häufigsten Gebrauch. Sie sind kostengünstig und in verschiedensten Formaten, Materialien und Faltungen erhältlich. Die Produktausführungen sind daher vielfältig einsetzbar. Im Krankenhausbereich sind v.a. Handtücher mit Zickzack- oder Interfold-Faltung zu empfehlen. Sie stellen eine hygienische Einzelblattentnahme sowie Händetrocknung sicher, da beim Herausnehmen aus dem Spender immer nur das Tuch berührt wird, das auch verwendet wird. Die passenden Spender für Falthandtücher sind zudem sehr kompakt und lassen sich problemlos in kleine Waschräume mit wenig Platz oder beispielsweise auch in Spiegelschränke integrieren. Ein weiterer Vorteil: Die Behälter können jederzeit befüllt werden – so lässt sich eine kontinuierliche Bevorratung sicherstellen. Spender mit Kontrollfenster (siehe Bild auf Seite 45) zeigen zusätzlich den aktuellen Stand der Papierbefüllung an. Eine schnelle und komfortable Befüllung lässt sich im Normalfall über eine einfache Öffnung der Spenderhaube erreichen. Die Tücher müssen dann lediglich in das System eingelegt werden.

Falthandtücher – Nachteile

Die Spender für Falthandtücher sind oft mit einer zu großen Menge an Papier befüllt oder nicht mit dem Format der Papierhandtücher kompatibel, sodass die Tücher schwer entnehmbar sind oder gleich mehrere Tücher aus dem Spender herausgezogen werden. Eine hygienische Einzelblattentnahme ist daher nicht mehr möglich. Um Verschwendung vorzubeugen, müssen die Tücher auf das entsprechende Spenderformat abgestimmt sein. „Falls Tücher aus dem Spender fallen, ist dies ein Zeichen dafür, dass Spender und Tuch nicht kompatibel sind. Ein Einlegeadapter kann in diesem Fall Abhilfe schaffen“, weiß Daniela Reiss, Country-Marketing Segment Manager Health-Care bei Kimberly-Clark Professional, Hersteller und Spezialist für Wischtuch-, Waschraum- und Arbeitsschutzlösungen. Ein weiterer Nachteil: Da die Kapazität der Spender eher gering ist, werden die Tücher häufig vom Reinigungspersonal außerhalb des Spenders gelagert, um Befüllungsintervalle zu verlängern und Zeit im täglichen Reinigungsprozess zu sparen. Damit steigt die Gefahr von Kreuzkontamination und es wird nur ein niedriger Hygienestandard eingehalten. C-Falz-Handtücher haben den Nachteil, dass sie zunächst entfaltet werden müssen. Im Trocknungsprozess wird dieser Schritt jedoch meist vernachlässigt. Da in diesem Fall nicht die volle ­Tuchoberfläche genutzt wird, sind zum Händetrocknen weitere Einmalhandtücher notwendig. Das Resultat ist ein höherer Verbrauch, Nachfüll- und Bestell-aufwand. Bei der Verwendung von Krepptüchern werden die Hände aufgrund der geringen Saugleistung oft nicht vollständig getrocknet. Daraus resultiert ein höheres Hygienerisiko, da sich auf nassen Händen circa 1.000-mal mehr Bakterien befinden als auf trockenen Händen. Außerdem kann es bei häufiger Anwendung aufgrund der rauen Oberflächenstruktur zu Hautirritationen kommen. Diese Aspekte werden im täglichen Gebrauch jedoch meist übersehen, sodass an dieser Stelle großes Einsparpotenzial verschenkt wird.

Rollenhandtücher – Vorteile

Rollenhandtücher sind hinsichtlich Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen generell sehr effizient. Eine Rolle trocknet genauso viele Hände wie eine ganze Verpackungseinheit Falthandtücher. „Unser Scott-Essential-Rollenhandtuchsystem zeichnet sich z.B. durch eine hohe Kapazität aus. Mit 1.400 Tüchern pro Handtuchrolle lassen sich rund zehnmal mehr Händetrocknungen durchführen als mit einer Befüllung Falthandtücher. Das bedeutet eine große Zeitersparnis“, sagt Reiss. Es gibt Rollenhandtücher, die weniger nachgefüllt werden müssen als Tücher mit Faltungen. Auch der Lagerplatzbedarf ist um rund 18 Prozent geringer. Ein weiterer Pluspunkt: Bei Rollenhandtüchern wird eine kontrollierte Einzelblattentnahme sichergestellt. So berührt der Nutzer nur das Tuch, das er auch zum Händetrocknen verwendet. Gleichzeitig wird so Verschwendung vorgebeugt und die Menge an Abfall reduziert. So bleiben die Betriebskosten für Verbrauchsmaterialien stets im Rahmen. Darüber hinaus müssen Rollenhandtücher nicht erst entfaltet werden. Dem Anwender steht die gesamte Tuchoberfläche unmittelbar zur Verfügung. „Es ist sinnvoll saugstarke Tücher einzusetzen, die die Feuchtigkeit besser aufnehmen und die Hände bzw. Unterarme gründlich trocknen“, empfiehlt Reiss. Ihre Produktempfehlung finden Sie im Kasten links.

Rollenhandtücher – Nachteile

Aufgrund der hohen Kapazität der Rollenhandtücher sind die Spender deutlich größer und nehmen mehr Platz in Anspruch. In kleineren Waschräumen können kleinere Spender eingesetzt werden, die jedoch weniger Papier beinhalten als große Spender und eine geringere Kapazität aufweisen. Im Gegensatz zu Falthandtuchspendern können Rollenhandtuchsysteme erst nachgefüllt werden, wenn die bereits angefangene Rolle verbraucht ist. Um für eine kontinuierliche Bevorratung zu sorgen, empfiehlt es sich, Lösungen mit Restrollenfunktion einzusetzen. Dabei kann zusätzlich eine weitere Rolle in das System eingelegt werden, wenn die verwendete Rolle nur noch wenige Meter Restpapier besitzt. So lassen sich die Nachfüllintervalle verlängern. Das Befüllen der Spender ist im Vergleich zum Falthandtuchspender etwas aufwändiger. Die Spenderumstellung sollte daher von einmaligen Schulungsmaßnahmen für das Personal begleitet werden, um Fehlbefüllungen zu vermeiden. Ist der Prozess einmal bekannt, lassen sich die Rollen schnell und bequem aus­tauschen.

Keine Angst vor Umstellung

Beide Handtuchlösungen bieten Vor- und Nachteile. Wichtig ist, diese entsprechend den jeweiligen Anforderungen sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Insgesamt schneiden Rollenhandtücher, trotz höherer Anschaffungskosten, in der Praxis besser ab. Die hohe Kapazität sorgt für lange Nachfüllintervalle und entlastet das Reinigungspersonal. Insbesondere Krankenhäuser und Alten- sowie Pflegeeinrichtungen profitieren von einem reduzierten Verbrauch, Abfallaufkommen und Bestellaufwand. Falthandtücher sind nur auf den ersten Blick günstiger. Der Verbrauch und die Verschwendung dieser Tuchart sind aber in der Konsequenz höher. Einkäufer sollten die Produkteffizienz daher immer langfristig und vollständig betrachten. Fällt die Wahl auf Falthandtücher, sind weiche und saugstarke Lösungen vorteilhaft, die sich individuell aus dem Spender entnehmen lassen. Dadurch lassen sich der Verbrauch, das Abfallaufkommen und der Personalaufwand ebenfalls reduzieren. „Den Verantwortlichen ist das Einsparpotenzial meist nicht bewusst. Sie wissen nicht, dass es Alternativen gibt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Angst vor einer Umstellung von vorhandenen Systemen abschreckt. Wir als Hersteller unterstützen bei der Spenderinstallation, der Erstbefüllung sowie bei der Schulung des Reinigungspersonals und beraten bei der Suche nach der für Sie individuell bestmöglichen Lösung“, erklärt Reiss.

Saug- und reißfest

Das patentierte Airflex-Material von Kimberly-Clark Professional wird durch ein Lufttrocknungsverfahren hergestellt, bei dem sich die Fasern noch mehr aufstellen. Dadurch bekommt das Produkt mehr Volumen und die Struktur wird weicher. Die Tücher sind dank des Materials außerdem saugfähiger und reißfester und damit angenehmer im Gebrauch. Der passende Rollenhandtuchspender ist besonders hygienisch, da er keine Vertiefungen hat und mit einem Wisch zu reinigen ist. Für kleine Waschräume gibt es außerdem eine Slimroll-Spendervariante.Infos: www.kcprofessional.de