Rheinland-Pfalz plant Gütesiegel für nachhaltige Krankenhäuser

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Nachhaltigkeit

Eine Projektgruppe entwickle voraussichtlich bis zum Herbst Standards für ein entsprechendes Gütesiegel, so die Ministerinnen. Krankenhäuser, die die Zielvorgaben in einer bestimmten Anzahl von Handlungsfeldern erreichen, könnten sich dann als „Green Hospital Rheinland-Pfalz“ bezeichnen.

© Frank Peters (Fotolia.com)

„Umweltschutz ist für Krankenhäuser schon heute kein Fremdwort“, unterstrich Gesundheitsministerin Malu Dreyer. Gleichwohl könne aber in den Kliniken noch mehr im Sinne der Nachhaltigkeit getan werden. Das Gütesiegel solle das Bewusstsein für einen nachhaltigen Betrieb noch mehr schärfen. Vertreter beider Ministerien, Umweltschutzexperten, Architekten und Ingenieure sowie Fachleute eines Krankenhauses erarbeiten derzeit Zielvorgaben für 10 bis 15 Handlungsfelder, unter anderem Wasser, Abwasser, Abfall, Verkehrsinfrastruktur, Einkauf. Ziele seien z.B. eine absolute oder prozentuale Verringerung des Wasserverbrauchs, für den Einkauf sollen Kriterien für umwelt- und patientenfreundlichere Produkte festgelegt werden. Jedes Krankenhaus muss die notwendigen Maßnahmen individuell selbst festlegen, so Dreyer und Lemke.

„Die Bewerbung muss nicht mit höheren Kosten verbunden sein“, stellten die Ministerinnen klar. Zusätzliche Investitionskosten für mehr Umweltschutz würden in vielen Fällen durch geringere Betriebskosten in den Folgejahren ausgeglichen. Vermiedener oder reduzierter Abfall sei z.B. ökologisch vorteilhaft und könne gleichzeitig zu einer Kostenreduzierung beitragen.