Politik -

Rheinland-Pfalz auf dem Weg zur Pflegekammer

Anfang Juni hat das rheinland-pfälzische Kabinett einen Entwurf für die Pflegekammer vorgelegt. Jetzt hat das Parlament darüber beraten. Der Weg zur Pflegekammer in Rheinland-Pfalz scheint nun frei zu sein. 2015 könnte es soweit sein.

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Die rheinland-pfälzischen Landtagsabgeordneten haben in ihrer 72. Plenarsitzung über die Neugestaltung des Heilberufsgesetzes beraten. Der Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung sieht die Schaffung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz vor.

Die Politiker diskutierten 20 Minuten lang über die Pflegekammer und verwiesen das Heilberufsgesetz dann an den Sozialpolitischen Ausschuss sowie an den Rechtsausschuss.

Die Debatte sei von großer Einigkeit geprägt gewesen, so das Urteil des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) Südwest. Es blieb kein Zweifel offen; die im Parlament vertretenen Parteien sprechen sich für eine Pflegekammer in Rheinland-Pfalz aus, so der Branchenverband.

Der Fahrplan zur Pflegekammer in Rheinland-Pfalz

Sobald der Gesetzentwurf die Ausschüsse passiert hat, sollen die Landtagsabgeordneten erneut über das Heilberufsgesetz beraten. Der bisherige Fahrplan sieht vor, dass der Gründungsausschuss vom 1. Januar 2015 an die ersten Kammerwahlen und die Registrierung der Berufsgruppe vorbereiten. Mit etwa 40.000 Mitgliedern wird die Landespflegekammer in Rheinland-Pfalz laut DBfK Südwest die größte Kammer sein.

Doch nicht nur das: "Die Pflegekammer in Rheinland-Pfalz wird nicht nur die erste Pflegekammer in Deutschland sein, sie wird auch Beispiel für die dann folgenden Kammern in den anderen Bundesländern sein", sagt Andrea Kiefer, Vorsitzende des DBfK Südwest. Es sei in jedem Fall ein deutliches Signal an die Bevölkerung, dass Pflegefachpersonen ihren Beruf künftig selbst verwalten werden.

Vorteile der Selbstverwaltung

Kiefer sieht durch die Selbstverwaltung gewährleistet, dass sich Standards, die dem aktuellen Wissensstand entsprechen z.B. in Weiterbildungsordnungen wiederfinden. "Wir sind bereit die Verantwortung für die aktuellen und künftigen Herausforderungen in allen Sektoren in denen unser Handeln wirksam wird zu übernehmen", so Kiefer.

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