Reinigung -

Lebensmittelhygiene Reinigungseffizienz schnell überprüfen

Die Schnelltests basieren auf dem Nachweis von Lebensmittelrückständen und sind als unterschiedliche Verfahren verfügbar (Kasten oben). Eine Methode ist z.B. das Biolumineszenzverfahren, das auf dem Nachweis von Adenosintriphosphat (ATP) beruht. Eine weitere Prozedur ist der NAD-Test (Nachweis von Nicotinamid-Adenin-Dinucleotid), der organische Rückstände auf Oberflächen aufspürt.

Zügige Ergebniskontrolle mit Protein-Wischtest

Eine anwenderfreundliche Methode mit schneller Ergebniskontrolle ist der Nachweis von Proteinrückständen auf Oberflächen. Dieser Nachweis kann mittels eines Farbtests erbracht werden. Dafür wird mit einem speziell entwickelten Protein-Wischtest in Scheckkartenformat über die angefeuchtete Oberfläche gestrichen, das Farbergebnis abgelesen und mithilfe einer Referenzskala ausgewertet. Das Ergebnis ist nach etwa 30 Sekunden ablesbar und ermöglicht die zuverlässige Bestimmung von Proteinrückständen ab 50 µg.

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung des Veterinärmediziners Michael Bülte (Institut für tierärztliche Nahrungsmittelkunde, Gießen) wurde die Zuverlässigkeit des Protein-Nachweises überprüft und mit einer Sensitivität von 91,1 bis 99,9 Prozent bestätigt. Da Proteine die Hauptnährstoffe für Mikroben bilden, ist eine Regulierung der Ausdehnung durch eine regelmäßige Überwachung der Reinigung unabdingbar. Neben der unkomplizierten und schnellen Anwendung ist dieses Testsystem auch kostengünstig, da neben den Ausgaben für die Verbrauchsmaterialien kein weiterer Aufwand anfällt.

Zur neutralen Beurteilung der Reinigung und der Feststellung des Reinigungsgrades im Betrieb können die Protein-Wischtests von ausgebildeten Auditoren stichprobenartig angewendet, notwendige Reinigungsempfehlungen gegeben und abschließend ein Beleg für eine einwandfreie Reinigung bei vorhandener Qualität erbracht werden. Diese neutrale Analyse und Zertifizierung, basierend auf Ergebnisqualität, kann damit einen sicheren Verweis auf qualitative Hygienemaßnahmen darstellen.

Fazit

Konventionelle Methoden zur Überprüfung der Betriebshygiene sind zeit- und personalaufwendig und daher insbesondere für Prozesskontrollen in den sensiblen Bereichen der Lebensmittelverarbeitung nur bedingt einsetzbar. Die Anwendung eines einfachen und zuverlässigen Schnelltests zur neutralen Überprüfung der Reinigungsqualität kann eine sichere Lösung für die produzierenden Unternehmen und Verbraucher bieten.

Konventionelle Methoden zur Prüfung

Konventionelle mikrobiologische Verfahren zur Prüfung der Betriebshygiene sind:

• Abstrich- oder Abwischverfahren (DIN 10113-1 und DIN 10113-2),

• Abdruck- oder Abklatschverfahren,

• Abspül- oder Abschwemmverfahren,

• Abkratz- oder Abschabeverfahren,

• Direkt- oder Direktaufgussverfahren,

• Membranfiltermethode,

• Petrifilmverfahren.

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