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Rehabilitationsmaßnahme: Zuzahlungen für Wunschklinik rechtswidrig?

Viele Krankenkassen verlangen von den Patienten Zuzahlungen bei stationären Rehabilitationsmaßnahmen – zumindest wenn diese in eine ganz bestimmte Klinik wollen. Das ist allerdings nicht rechtens, so die Einschätzung des Arbeitskreises Gesundheit (AKGES) ist das aber nicht rechtens.

Themenseite: Reha kompakt

Für Rehabilitationsmaßnahmen wollen die Krankenkassen ihre Versicherten scheinbar in sogenannte Vertragskliniken einweisen. Denn beim Arbeitskreis Gesundheit (AKGES) häufen sich nach eigenen Angaben die Beschwerden von Patienten darüber.

Die Genehmigung der vom Patienten gewünschten Klinik werde von einer Zahlung des Patienten von bis zu 3.000 Euro abhängig gemacht, wobei die Krankenkasse auch eine bessere medizinische Eignung der vorgeschlagenen Klinik außer Acht lasse, heißt es vonseiten des Arbeitskreises.

Dieses Vorgehen sei regelmäßig rechtswidrig, so AKGES-Geschäftsführer Ingo Dörr. "Die Krankenkasse darf für eine medizinisch geeignete Klinik nichts zusätzlich vom Patienten verlangen", sagt er.

Rehabilitationsmaßnahme: Wie Patienten ihren Wunsch begründen müssen

Voraussetzung sei, dass der Patientenwunsch medizinisch begründet ist. Dörr verweist darauf, dass dies das Bundessozialgericht mehrfach unter Berufung auf das Sachleistungsprinzip entschieden habe.

Der Arbeitskreis Gesundheit ist ein gemeinnütziger Verein, der die Öffentlichkeit über Fragen der medizinischen Rehabilitation informiert. Betroffene Patienten finden weiterführende Informationen auf der Website des AKGES.

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