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Studie: Auswirkung der Vergütung nach DRG Rehabilitation unter Kosten- und Qualitätsdruck

Die langfristigen Auswirkungen der DRG-Einführung in der Akutversorgung auf die medizinischen Leistungsanforderungen und die Kosten in Rehabilitationseinrichtungen ermittelte die „REhabilitation“ und DIAgnosis Related Groups Studie (REDIA-Studie).

Die schrittweise Einführung der Krankenhausvergütung durch Fallpauschalen hatte erhebliche Auswirkungen auf Versorgungsstruktur, Qualität und Kosten der Rehabilitation. Die Akutkrankenhäuser haben auf das mit den DRG-Fallpauschalen verbundene Anreizsystem erwartungsgemäß reagiert: Der Einsatz von zeitsparenden Medikalprodukten im OP (z.B. Stapler für Wundverschluss), minimal-invasive Prozeduren (z.B. transapikale Klappenoperationen), Verkürzung der Verweildauer durch ganzheitliche Behandlungskonzepte (z.B. Fast Track Surgery), Optimierung des Patientendurchlaufs (keine Wartezeiten bei Funktionsdiagnosen) und weitere Maßnahmen haben das Ziel, die Kosten je Patient zu senken. Entsprechend hat sich nicht nur die Akutverweildauer (z.B. bei Patienten nach Hüftoperation von 17,33 Tagen im Jahr 2003 auf 12,54 Tage 2010), sondern auch die Zeit zwischen dem Tag des operativen Eingriffs und dem Tag der Aufnahme in die Rehaklinik in Abhängigkeit vom Krankheitsbild tendenziell deutlich verkürzt.

Verschlechterter Patienten- zustand bei Aufnahme

Im Zeitraum von 2003 bis 2010 stieg die Zahl derjenigen Patienten, die bei Aufnahme in die Reha vermehrt unter Komplikationen litten und einen deutlich verschlechterten allgemeinen Gesundheits- sowie Mobilitätszustand und damit eine eingeschränkte Therapiefähigkeit aufwiesen. Seit 2003 ist der Anteil von Patienten nach Totaler Endoprothese, die wegen starker Schmerzen und geklammerter Wunden in den ersten vier bis sechs Rehatagen nicht therapierbar sind, von 5,6 Prozent auf 39,4 Prozent gestiegen.

Der Allgemeinzustand sowie die Fähigkeit zur Rehabilitation eines Patienten in der Orthopädie wurde im Rahmen der REDIA-Studie durch Verwendung von Mobi-litäts-, Schmerz- und physiologischen Parametern beurteilt:

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