Qualitätssicherung: TuP-Verfahren beschlossen

Die Übersicht für das Themenfindungs- und Priorisierungsverfahren (TuP-Verfahren) hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) verabschiedet.

„Das TuP-Verfahren leistet einen wertvollen Beitrag auf dem Weg zu einem lernenden Versorgungssystem. Erkenntnisse aus Epidemiologie und Versorgungsforschung fließen nunmehr systematisch in die Auswahl von Qualitätssicherungsthemen ein“, kommentiert Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im G-BA und Vorsitzende des zuständigen Unterausschusses Qualitätssicherung (QS). Zu weiteren Vorteilen des Verfahrens zähle, „dass Qualitätsverbesserungspotenziale und angestrebte Qualitätsziele des beantragten neuen QS-Verfahrens klar definiert und wissenschaftlich untermauert sein sollen.“ Machbarkeitsgesichtspunkte sowie das Aufwand-Nutzen-Verhältnis seien weitere Aspekte.

Bereits im August 2011 hatte der G-BA für die Identifizierung und Priorisierung von Themen das standardisierte Verfahren beschlossen, das für das Jahr 2012 erstmals angewendet wurde. Vorschläge – berechtigt sind dazu die unparteiischen Mitglieder, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der GKV-Spitzenverband sowie die Patientenvertretung – werden im G-BA schriftlich eingereicht und anhand eines Kriterienkatalogs begründet.

Darüber hinaus können das AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen, das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, das Bundesministerium für Gesundheit, der Verband der privaten Krankenversicherung, die Bundesärztekammer, der Deutsche Pflegerat, die Bundespsychotherapeutenkammer und die Bundeszahnärztekammer Anliegen einreichen.

Der Beschluss wird in Kürze auf der Internetseite des G-BA veröffentlicht:

http://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/zum-unterausschuss/3/