Qualitätsmanagement -

8. Qualitätssicherungskonferenz Qualitätsoffensive des G-BA – eine Zwischenbilanz

Qualitätskriterien definieren und die Struktur der Qualitätssicherung in der ambulanten und stationären Versorgung neu ausrichten – das sind die Mammutaufgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Jahr 2016. Auf der 8. Qualitätssicherungskonferenz zieht Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des G-BA, eine Zwischenbilanz.

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Qualitätsoffensive des G-BA – eine Zwischenbilanz
Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des G-BA. -

„Qualitätssicherung kann den notwendigen Strukturwandel unterstützen, sie ist aber nicht die Lösung für Probleme, die andere Ursachen haben. Wir brauchen eine ehrliche Diskussion, wie wir zum Beispiel mit Fehlanreizen im DRG-System oder der unzureichenden Investitionskostenfinanzierung durch die Länder umgehen wollen“, sagt Dr. Regina Klakow-Franck. Aktuell erarbeite der G-BA gemeinsam mit dem Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) planungsrelevante Qualitätsindikatoren – und das sei erst der Anfang.

Nächstes Jahr sollen beispielsweise neue Strukturen der Datenübermittlung zwischen Landesbehörden, Kliniken, G-BA und IQTIG entwickelt und eingeübt werden. Klakow-Franck fordert aber auch, das Thema Qualitätssicherung weniger technisch und detailorientiert als mehr konzeptionell zu denken. Das übliche Herangehen an Qualitätssicherungsfragen verleite zu einem Tunnelblick auf einzelne Prozeduren statt auf Erkrankungen und Versorgungsbedarfe. Es müsse nun eine Qualitätskultur entstehen, und dafür bräuchte man eine gute Führungskultur.

Auch Dr. Christof Veit, Leiter des IQTIG, zog eine erste Zwischenbilanz über die Umsetzung der ersten Aufträge des G-BA und zeigt Perspektiven der Qualitätsentwicklung aus wissenschaftlicher Sicht auf. Sie sind im kürzlich veröffentlichten Qualitätsreport 2015 zusammengefasst. Der Report liefert detaillierte Informationen zu bestimmten medizinischen Versorgungsbereichen etwa der Gefäßchirurgie, Kardiologie, Gynäkologie oder Transplantationen. Für das Erfassungsjahr 2015 haben bundesweit 1.538 Krankenhäuser an insgesamt 1.834 Standorten rund 3,2 Millionen Datensätze dokumentiert.

Den Report gibt es hier.

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