Psychiatrische Fachkliniken sehen wirtschaftliche Probleme

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42 Prozent der psychiatrischen Fachkrankenhäuser in Deutschland beurteilen ihre momentane wirtschaftliche Situation als unbefriedigend. Das geht aus dem aktuellen „PSYCHiatrie Barometer“ des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) hervor.

Mehr als zwei Drittel der psychiatrischen Fachkrankenhäuser rechnen im kommenden Jahr nicht mit einer Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage. – © Onypix (Fotolia.com)

Verglichen mit dem Vorjahr bedeutet die Zahl eine Verschlechterung. 2013 sagten noch 32 Prozent, dass die Lage unbefriedigend ist. Der Pessimismus gilt auch für die Zukunft: Mehr als zwei Drittel rechnen im kommenden Jahr nicht mit einer Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage.

Die Umfrage zeigt auch, dass im Hinblick auf die Auswirkungen des neuen Entgeltsystems in der Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) bei den psychiatrischen Einrichtungen Unsicherheit herrscht. Tendenziell schätzen die Einrichtungen, die das neue Entgeltsystem bereits anwenden (Optionskrankenhäuser), ihre wirtschaftliche Situation als schlechter ein als die übrigen Psychiatrien. 45 Prozent erklären, ihre aktuelle wirtschaftliche Lage sei eher unbefriedigend, während es in den anderen Einrichtungen 35 Prozent waren. Lediglich 16 Prozent der Optionskrankenhäuser erwarten eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation. Bei den Nicht-Optionshäusern sind es mit 32 Prozent doppelt so viele. Laut Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, sind viele Umsteigehäuser v.a. von den massiven Kontrollen der Krankenkassen bzw. den Medizinischen Diensten „entsetzt und enttäuscht“.

Das DKI-PSYCHiatrie Barometer 2014 gibt es hier .

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