Prostatakrebs: Urologen appellieren zur Teilnahme an Studie

Die Studie soll alle vier empfohlenen Therapien zur Behandlung eines lokal begrenzten Prostatakarzinoms miteinander vergleichen.

Prof. Dr. Michael Stöckle – © pag, Maybaum

Rund drei Viertel der erforderlichen Krankenhäuser haben sich bundesweit erfolgreich dem aufwendigen Verfahren zur Qualitätssicherung unterzogen und können seit durchschnittlich drei Monaten als Studienzentren Patienten in die Studie aufnehmen. Bisher wurden jedoch lediglich 80 Männer mit einem Niedrigrisiko-Karzinom rekrutiert. Trotz der niedrigen Beteiligung zeigt sich der urologische Studienleiter Prof. Dr. Michael Stöckle mit dem Start zufrieden. Er gesteht aber auch ein, dass sich die Zahlen im zweiten Jahr deutlich steigern müssen, um bis 2016 auf die erforderlichen mehr als 7.000 Studienteilnehmer zu kommen. Stöckle betont, dass sei jedoch ohne die Beteiligung möglichst vieler niedergelassener Urologen, die ihre Patienten über die Studie informierten, nicht möglich.

Aus dem Grund appellieren auch Prof. Dr. Oliver Hakenberg, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Urologie, und BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Urologen, an alle Urologen, sich an der Studie zu beteiligen. „Die erforderlichen PREFERE-Informationsmaßnahmen für die niedergelassenen Urologen werden bundesweit angeboten“, betont Schroeder. Um die Teilnahme zu vereinfachen, werden zurzeit die Einschlusskriterien überarbeitet.

Weitere Infos: www.prefere.de