Lohfert-Preis 2020 Projekt „Pharmakotherapie-Management Halle“ des UKH überzeugte Jury

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Christoph Lohfert Stiftung prämiert digital basiertes Pharmakotherapie-Management-Projekt zur patientenorientierten, individualisierten Versorgungsoptimierung am Universitätsklinikum Halle (Saale).

Der Preisträger des Lohfert-Preises 2020 steht fest: Ausgezeichnet wird ein digital basiertes Pharmakotherapie-Management-Projekt zur patientenorientierten, individualisierten Versorgungsoptimierung am Universitätsklinikum Halle (Saale). – © Bertram Solcher/Christoph Lohfert Stiftung (Lohfert-Preis 2015)

Das Projekt „Pharmakotherapie-Management Halle“ des Universitätsklinikums Halle (UKH) erhält den Lohfert-Preis 2020. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Schirmherrin ist erstmals Dr. Regina Klakow-Franck, stellv. Leiterin des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG).

Die Preisverleihung und Vorstellung des Preisträgers findet am 22. September im Rahmen des 16. Gesundheitswirtschaftskongresses in Hamburg statt.

Initiatorin des Projekts zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit ist Dr. Ursula Wolf, die das Pharmakotherapie-Management am Uniklinikum in Halle leitet. Beteiligt an dem Projekt sind

  • Dr. Rüdiger Neef (Alterstraumatologie, Dept. für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, UKH),
  • Dr. Thomas Steinke,
  • Dr. Marta Banach,
  • Dr. Henning Baust,
  • Dr. Michael Bomplitz und
  • Dr. Annett Seiffart (Universitätsklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, UKH).

Beitrag zur Verbesserung der Patientensicherheit

Dr. Andreas Tecklenburg, Mitglied der Jury : „Wir haben uns als Jury einstimmig für das Projekt „Pharmakotherapie-Management Halle“ entschieden. Es ist medizinisch besonders relevant und leistet einen außergewöhnlich großen Beitrag zur Verbesserung der Patientensicherheit – sowohl innerklinisch als auch außerklinisch. Dieses innovative Projekt zur Versorgungsoptimierung ist durch seine messbaren Ergebnisse für das Gesundheitssystem von weitreichender Bedeutung. Die lange Laufzeit und große Durchdringung an der Uniklinik Halle sprechen für die Funktionalität und Akzeptanz des Konzepts. Darüber hinaus lässt es sich auf andere, auch kleinere Kliniken übertragen.“

Carolina Lohfert Praetorius, stellv. Vorsitzende des Vorstands der Christoph Lohfert Stiftung : „Die Jury hat 2020 ein Projekt gewählt, das zukunftsweisend im Bereich des digital basierten Pharmakotherapie-Managements ist und damit die Qualität und Sicherheit in der stationären Versorgung erheblich verbessert. Gerade vor dem Hintergrund der Zunahme älterer Patienten mit Mehrfacherkrankungen entspricht der ganzheitliche, auf Prävention ausgerichtete Ansatz dem Kerngedanken des diesjährigen Ausschreibungsthemas wie auch dem Anliegen der Christoph Lohfert Stiftung.“

Optimierte, demografieorientierte Patientenversorgung

Auf den Intensivstationen im UKH werden multimorbide, zunehmend ältere Patienten mit komplexen zugrundeliegenden internistischen Erkrankungen behandelt. Die damit vielfach einhergehende Multimedikation führt ihrerseits zu hohen, z.T. lebensbedrohlichen Risiken für diese schwerkranken Patienten und stellt hohe Ansprüche an die Sicherheit der Arzneimitteltherapie. Hier setzt das prämierte Pharmakotherapie-Management an.

Im Sinne von “Prävention statt Ausbügeln“ wird die Medikation jedes Patienten täglich umfassend durch digital-basierte individuelle Patienten- und Medikationsreviews sowie in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Stationsärzten und Oberärzten optimiert. Damit können Medikamenten-assoziierte Risiken, v.a. für Organfunktionseinbußen, Sturzereignisse und Gedächtnisstörungen vermieden werden.

Zum Lohfert-Preis

Seit acht Jahren fördert der Lohfert-Preis Projekte, die nachweislich die Kommunikations- und Organisationsstrukturen in Krankenhäusern verbessern. Das Thema des diesjährigen Lohfert-Preises lautete: Messbare Innovationen zur Verbesserung der Patientensicherheit . Der Preisträger wurde von einer unabhängigen Jury mit Vertretern aus dem Gesundheitswesen aus 63 eingegangenen Bewerbungen ausgewählt. Erstmals in der Jury mit dabei ist Prof. Dr. med. Gabriele Nöldge-Schomburg, Fachärztin für Anästhesiologie und im Jahr 2019 kommissarische Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Rostock.

Informationen zur Christoph Lohfert Stiftung finden Sie unter www.christophlohfert-stiftung.de .