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Universitätsklinikum Regensburg/Dyphox Projekt PACMAN ist Übertragungsketten von Keimen auf der Spur

Das Regensburger Start-up Dyphox erforscht in Kooperation mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Universitätsklinikums Regensburg, an welchen Stellen in einer Klinik Hot Spots und Übertragungsketten für Keime entstehen.

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Wo in einer Klinik entstehen Hot Spots und Übertragungsketten für Keime? Zu diesem Zweck werden im Rahmen der PACMAN-Studie von der Bayerischen Forschungsstiftung 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zudem soll ein minuten-schnelles Keimdetektionssystem entwickelt und getestet werden. Bereits in den vergangenen Jahren hatten das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) und Dyphox in gemeinsamen Studien die Wirksamkeit und Alltagstauglichkeit des antimikrobiellen Lacks aus dem Hause Dyphox unter Beweis gestellt. Seitdem wird die antimikrobielle Beschichtungstechnologie in unzähligen Bereichen eingesetzt.

Sensorfolie soll auf zwei Intensivstationen Keime gezielt ausschalten

Ist es die Computertastatur, die jeder nutzt oder gar medizinische Arbeitskleidung? Sind es die Patienten, die miteinander im alltäglichen Austausch sind? Wie werden die Keime in einem Krankenhaus übertragen? Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über diese Hot Spots und die entsprechenden Übertragungswege sind noch stark limitiert. Um das zu ändern, wird ein wissenschaftliches Team des Universitätsklinikums in Kooperation mit Dyphox und dem Regensburger Unternehmen PreSens im Rahmen des Projekts PACMAN ( P hoto A ctive C ytotoxic treatment of M icroorganism A nd a N ew quick test) über einen Zeitraum von drei Jahren die Verbreitungswege von Keimen in zwei Intensivstationen des UKR mit einer neuartigen Sensorfolie analysieren und mithilfe der Dyphox-Technologie gezielt ausschalten. Neue Erkenntnisse aus dieser Forschung werden wir regelmäßig auf unserem Dyphox-LinkedIn-Account vorstellen.

Dyphox-CEO Xaver Auer sagt: "Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig es ist, Übertragungsketten genau zu verstehen und an den entscheidenden Punkten einschreiten zu können. Das gilt insbesondere für das Krankenhausumfeld. Ergänzend zum klassischen Desinfektionsprozess kann Dyphox hier einen entscheidenden Beitrag leisten, das Klinikumfeld für Mitarbeiter und Patienten noch sicherer zu machen und Gesundheitsrisiken durch Schmierinfektionen vorzubeugen."

In der Notaufnahme bewährt

Die antimikrobielle Wirksamkeit von Dyphox wurde im Rahmen einer Feldstudie nachgewiesen und in der Notaufnahme des UKR wird die Beschichtung bereits erfolgreich eingesetzt. Nun sollen Effizienz und Einsatzmöglichkeiten dieser für Menschen vollkommen ungefährlichen Oberflächenbeschichtungs-Technologie noch einmal erweitert werden.

"Mit dem Ergebnis der ersten klinischen Tests in der Notaufnahme des UKR sind wir mehr als zufrieden", sagt Professor Dr. Wulf Schneider, Leiter der Abteilung für Krankenhaushygiene und Infektiologie des UKR sowie Inhaber der einzigen Universitätsprofessur für Krankenhaushygiene in ganz Bayern. "Die antimikrobielle Oberflächenbeschichtung von Dyphox hat die Keimlast auf den behandelten Flächen drastisch reduziert. Jetzt möchten wir untersuchen, welche Keime und Bakterien wandern, wie sie wandern und vor allem, wie wir diese Wanderung durch die antimikrobielle Beschichtung verhindern können."

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