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Demenzbegleitung Projekt für Menschen mit Demenz in Moers läuft weiter

Nach einer erfolgreichen Pilotphase setzen das Bethanien-Krankenhaus und ein ambulanter Pflegedienst das Projekt "Demenzbegleitung im Krankenhaus" fort.

Topic channels: Patientensicherheit und Alterskrankheiten

Die speziell ausgebildeten Alltagsbegleiterinnen des Moerser Pflegedienstes „Die Pflege“ begleiten als feste Bezugspersonen Menschen mit Demenz im Krankenhausalltag. In Kooperation mit der Stiftung Bethanien bietet der ambulante Pflegedienst di e Demenzbegleitung im Krankenhaus (DiK) seit Herbst 2020 mit Erfolg an. Schon in der ersten Projektphase gab es viel positive Resonanz: "Gerade Angehörige fragen bei einer wiederholten Krankenhauseinweisung gezielt nach diesem Angebot, da sie beim ersten Mal damit gute Erfahrungen gesammelt haben", berichtet Ute Ufermann vom ambulanten Pflegedienst.

Kontaktaufnahme im Krankenhaus

Die Demenzbegleiterinnen wollen mit DiK Sicherheit geben und Angehörige entlasten. Bereits bei der Aufnahme im Krankenhaus wird das Projekt vorgestellt und bei Bedarf Kontakt zum Pflegedienst hergestellt. Das Angebot können alle Patientinnen und Patienten in Anspruch nehmen. Einzige Voraussetzungen sind, eine demenzielle Veränderung und das Einverständnis der Betroffenen und deren Angehörigen.

In einem Aufnahmegespräch werden Ressourcen, Interessen und evtl. Abneigungen erfragt. Durch die Vielzahl der Beschäftigungsmöglichkeiten soll so eine individuelle Betreuung angeboten werden können. Von der beruhigenden Handmassage oder Spaziergängen auf dem Bethanien-Campus, bis hin zum gemeinsamen Zeitungslesen oder spielen. Auch Begleitungen zu Untersuchungen gehören zum Angebot.

Wissenschaftliche Begleitung geplant

Die Inanspruchnahme der DiK ist kostenlos. Finanziert wird das Projekt von „Die Pflege“ und der Stiftung Bethanien. Um das Angebot dauerhaft zu sichern und fest im Krankenhaus in Moers zu etablieren, soll es wissenschaftlich durch die Hochschule Niederrhein begleitet werden. Dazu werden Erstgespräche, der Verlauf der Betreuung und ein Reflexionsgespräch nach der Entlassung dokumentiert.

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