Integrierte Versorgung & Transsektorale Zusammenarbeit -

Kooperation Privatversicherer wollen Innovationen in der Versorgung vorantreiben

Eine Kooperation aus privaten Krankenkassen vernetzt sich künftig mit verschiedenen Arzneimittelherstellern, Leistungserbringern und Unternehmen, die digitale Lösungen anbieten. So soll das Leistungs- und Versorgungsmanagement auch künftig auf einem hohen Niveau bleiben.

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Die privaten Krankenversicherer AXA, Debeka, HUK-Coburg und die Versicherungskammer Bayern haben sich per Kooperationsvertrag geeinigt, künftig im Leistungs- und Versorgungsmanagement zusammenzuarbeiten. Ziel der Kooperation im Rahmen des Innovativen Versorgungsmanagements ist es, Versorgungsprozesse sowie Versorgungsqualität zugunsten von über vier Millionen privat Vollversicherten substanziell auf einem optimalen Niveau zu halten. Die ersten Kooperationspartner der Krankenversicherer sind das Pharmaunternehmen Sandoz in Holzkirchen bei München sowie die Medigreif Inselklinik, eine Fachklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Weitere Gespräche bzw. Vertragsverhandlungen finden derzeit mit diversen weiteren Pharmaunternehmen und Kliniken statt.

Im Rahmen der Kooperation verhandeln und vernetzen sich die Privaten Krankenversicherer zunächst mit Arzneimittelherstellern. Im Fokus stehen hierbei die Themen Arzneimittelmanagement und der mögliche Abschluss von Pharmarabattverträgen für definierte Indikationen. Die daraus resultierenden Ersparnisse kommen ebenso den Versicherten wie den Kooperationspartnern zugute, denn auf lange Sicht dienen alle Maßnahmen der Beitragsstabilität. Ein weiteres Ziel der Kooperationspartner ist es, gemeinsam mit Leistungserbringern aus dem ambulanten und stationären Sektor zusammenzuarbeiten. Ebenso suchen die vier Privaten Krankenversicherer das Gespräch mit Unternehmen, die digitale Lösungen anbieten.

Sektorenübergreifende Versorgungskonzepte entwickeln

Ein weiterer Schwerpunkt soll auf der Entwicklung sektorenübergreifender Versorgungskonzepte liegen, z.B. auf der engeren Verzahnung stationärer, rehabilitativer und ambulanter Bereiche. Durch eine intensivierte Zusammenarbeit mit den Leistungserbringern würden z.B. vermeidbare Wartezeiten der Versicherten bis zum Behandlungsbeginn entfallen. Außerdem könnten die beteiligten Versicherungen mit den Kliniken administrative Prozesse verschlanken und beispielweise direkt abrechnen. Mit der gemeinsamen Größe soll die Kooperation nicht nur die Attraktivität für Partnerschaften am Markt steigern, sondern auch die vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen in den Versorgungsprozessen nutzen.

Die Zusammenarbeit der beteiligten Privaten Krankenversicherungen wurde bereits im Rahmen des gemeinsamen Gesundheitsportals "Meine Gesundheit" vorangetrieben. Hier ist es den Unternehmen gelungen, Prozesse der Gesundheitsversorgung zu vereinfachen und einen Mehrwert für die Versicherten zu schaffen, die über das Portal zahlreiche Services wie die elektronische Patientenakte, einen Online-Termin-Service, papierloses Rechnungsmanagement oder einen Medikamentenmanager nutzen können.

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