Health&Care -

jameda-Patientenbarometer 2/2018 Privatpatienten fühlen sich besser aufgeklärt

Generell sind die Patienten in Deutschland mit der Aufklärung durch ihre Ärzte zufrieden. Allerdings variiert der Grad zwischen den Geschlechtern, der Versicherungsart und den unterschiedlichen Fachrichtungen der Ärzte.

Themenseite: Qualitätsmanagement

Patienten sind weiterhin mit der Aufklärung ihrer Ärzte zufrieden. Zumindest laut dem Patientenbarometer 2/2018, das jameda zweimal im Jahr erhebt. So bewerten Patienten die Aufklärung durch ihre Ärzte dieses Jahr mit der Note 1,79 auf einer Schulnotenskala von eins bis sechs. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren verändert sich die Note damit kaum: 2017 erreichte die Kategorie Aufklärung eine Note von 1,75, im Jahr zuvor eine 1,74. Große Unterschiede von fast einer ganzen Note gibt es laut jameda zwischen den einzelnen Facharztgruppen: Am besten aufgeklärt fühlen sich die Patienten von ihren Zahnärzten (1,32), gefolgt von den Urologen (1,56) und den Gastroenterologen (1,78). Das Schlusslicht bilden die Dermatologen mit der Note 2,28.

Ein weiterer interessanter Unterschied: Männer fühlen sich von ihren Ärzten besser aufgeklärt als Frauen. So bewerten Männer die Aufklärung durch ihre Ärzte mit einer guten 1,59. Frauen hingegen sind mit der Aufklärung weniger zufrieden und vergeben die Note 1,74.1

Privatpatienten fühlen sich besser aufgeklärt

Privatpatienten bewerten die ärztliche Aufklärung besser als gesetzlich Versicherte. Im Durchschnitt vergeben Privatpatienten für die Kategorie „Aufklärung“ die Note 1,44. Im Vergleich dazu bewerten Kassenpatienten die Aufklärung mit der Note 1,72. Zusammenhängen könnte dies mit der „Genommenen Zeit“, mit der die Privatpatienten ebenfalls zufriedener sind (1,41) als gesetzlich Versicherte (1,70). Möglicherweise wird Privatversicherten mehr Zeit im Behandlungszimmer gewidmet, sodass sich diese besser aufgeklärt fühlen als Kassenpatienten.

Die größte Differenz zwischen Privat- und Kassenpatienten lässt sich bei den Hautärzten feststellen: Vergeben Privatpatienten für die Aufklärung beim Hautarzt die Note 1,66, bewerten Kassenpatienten diese nur mit einer 2,32. Der geringste Unterschied findet sich bei den Zahnärzten: Mit einer 1,25 von Privatversicherten und einer Bewertung von 1,27 der gesetzlich Versicherten fühlen sich die Patienten unabhängig von ihrer Krankenversicherung ähnlich gut aufgeklärt.

Augenärzte und Hautärzte auf dem letzten Platz

Trotz der leichten Verschlechterung zum Vorjahr von Note 1,73 auf Note 1,78 ist laut jameda die Gesamtzufriedenheit der Patienten nach wie vor hoch.

Platz 1 im Facharztranking sichern sich – wie auch in den letzten Jahren – die Zahnärzte (1,31). Auf Platz 2 stehen wiederholt die Urologen (1,56). Den dritten Platz belegen die Gastroenterologen mit der Note 1,77. Das Schlusslicht des Facharztrankings bilden auf dem vorletzten Platz die Augenärzte mit einer 2,20 und auf dem letzten Platz die Hautärzte mit der Note 2,27.

Über das jameda Patientenbarometer

Das jameda-Patientenbarometer erhebt halbjährlich die Stimmung der Patienten in Deutschland. Wie zufrieden sind die Patienten in den einzelnen Bundesländern? Wie beurteilen sie die einzelnen Facharztgruppen? Sind die Privatpatienten wirklich zufriedener? In welcher Stadt sind die Ärzte besonders kinderfreundlich? Diesen und vielen weiteren Fragestellungen geht das Patientenbarometer nach und gibt damit ein umfassendes Bild zur Patientenzufriedenheit in Deutschland. Basis der Auswertung sind die ausführlichen Bewertungen auf Deutschlands größter Arztempfehlung jameda.

© hcm-magazin.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen