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DEKV Priorität für Krankenhausfinanzierung nach der Wahl gefordert

Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) fordert, die Finanzierung der Krankenhauslandschaft in Deutschland zu erweitern. In der nächsten Legislaturperiode müssten Zukunftsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit an erster Stelle stehen.

Topic channels: Abrechnung & DRG und Krankenhausgesetzgebung

Dreizehn Prozent der Krankenhäuser in Deutschland waren im Jahr 2019 von Insolvenz bedroht, insgesamt 40 Prozent waren finanziell gefährdet. Diese Ergebnisse des "Krankenhaus Rating Reports 2021" würden laut DEKV zeigen, dass beim Thema Krankenhausfinanzierung und Krankenhausstruktur dringender Handlungsbedarf besteht. Im Wahlprogramm von CDU und CSU am würde dem Rechnung getragen, indem die bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung sowohl in der Krankenhausplanung als auch in der Krankenhausfinanzierung berücksichtigt werden soll.

"Wir begrüßen, dass alle Parteien dem Thema Krankenhausfinanzierung und Krankenhausstruktur eine hohe Priorität in der kommenden Legislaturperiode einräumen und eine Lösung herbeiführen möchten. Laut Bundesrechnungshof beträgt die Länderinvestitionslücke vier Milliarden Euro pro Jahr. Sie belastet nicht nur Krankenhäuser in ländlichen Regionen, sondern alle Häuser, denn sie führt zu der Fehlentwicklung, dass Krankenhäuser Gewinne zur Finanzierung von Investitionen erwirtschaften müssen", betont DEKV-Vorsitzender Christoph Radbruch.

Krankenhausfinanzierung muss erweitert werden

Bei der Finanzierung bedarfsnotwendiger Klinken, insbesondere in ländlichen Bereichen, versage das jetzige leistungsorientierte Finanzierungssystem der DRGs, wenn die Fallzahlen nicht ausreichen, um die notwendigen Kosten für das vorzuhaltende Personal zu erwirtschaften, sagt Radbruch. Daher müsse aus Sicht des DEKV das jetzige duale System durch eine zusätzliche Finanzierungsform erweitert werden. Diese sollte sich durch Steuermittel tragen und dient nach Ausgliederung der Pflege aus den DRGs hauptsächlich der Finanzierung des ärztlichen und nichtärztlichen Personals.

Krankenhäuser übernehmen Versorgungsaufgaben in der Region

"Gerade im ländlichen Raum müssen die verschiedenen Sektoren im Gesundheitswesen stärker ineinandergreifen, um eine qualitativ hochwertige Daseinsvorsorge sicherzustellen." Voraussetzung dazu sei die Kooperation zwischen den Krankenhäusern. Ziel müsse sein, in allen Regionen Qualität, Zugänglichkeit und Kontinuität der Versorgung sicherzustellen. "Deswegen brauchen wir einen verbindlichen Planungs- und Finanzierungsrahmen mit Mindeststandards, der regionale Vielfalt in der Patientenversorgung ermöglicht", erläutert Radbruch die Forderungen des DEKV.

Krankenhäuser würden zukünftig stärker die Organisation der gesamten Versorgung in einer Region übernehmen und Versorgungsnetzwerke mit anderen Gesundheitsdienstleistern bilden. Nur so könne die Versorgung konsequent ausgerichtet werden. Die gewonnenen Daten sollten Krankenhäusern und Krankenkassen frei zugänglich sein, um transparente Entscheidungen zur Bedarfsgerechtigkeit zu ermöglichen, erklärt der DEKV-Vorsitzende. Aus Sicht des DEKV braucht es eine Enquete-Kommission, in der alle Beteiligten mitwirken, um verbindliche Verabredungen für die Zukunft der Krankenhäuser zu treffen.

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