Politik -

Positives Signal für die Luftrettung

Die rund 1.600 bestehenden Hubschrauber-Landeplätze an Krankenhäusern sollen erhalten bleiben. Das hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärt. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist erfreut.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hatte befürchtet, dass eine EU-Verordnung das Aus der Luftrettung bedeutet. Das Ministerium plant Medienberichten zufolge, die Hubschrauber-Landeplätze als "Landestellen von öffentlichem Interesse" auszuweisen. "Wir werden für die Luftrettung in Deutschland alle Hubschrauberlandestellen an Krankenhäusern erhalten – nicht eine muss geschlossen werden", sagt Dobrindt der Bild-Zeitung. DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum begrüßt den Einsatz des Ministers für den Erhalt der bestehenden Plätze an den Kliniken. "Die Aufrechterhaltung der medizinischen Notfallversorgung für Schwerstkranke ist damit zunächst gesichert", sagt Baum. Das sei eine gute Nachricht für die Patienten und die Träger der Krankenhäuser.

Mit dem Plan des Bundesverkehrsministers wäre die EU-Verordnung 965/2012, die nationale Zulassungsstandards für Hubschrauber-Landeplätze regelt, ausgehebelt. Sie soll ab dem 28. Oktober 2014 gelten. Die Kliniken hatten befürchtet, dass durch die strengeren EU-Vorgaben von den bestehenden Hubschrauberlandeplätzen mindestens 400 nicht mehr genutzt werden können. Ohne Ausnahmeregelung hätten auch die meisten der anderen Landeplätze aus Sicht der DKG nicht mehr angeflogen werden dürfen. Die Kliniken hatten die Bundesregierung daher aufgefordert, die Verordnung auszusetzen oder Ausnahmeregelungen zu schaffen. "Die Aufrechterhaltung der medizinischen Notfallversorgung durch die Luft muss Vorrang vor EU-Umsetzungen haben", sagte Baum damals.

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