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Verbund christlicher Kliniken Brandenburg (VcKB) Politischer im Wahljahr

Der Neujahrsempfang des VcKB setzte auch in diesem Jahr Impulse zur Entwicklung der Gesundheitsversorgung im Bundesland. Der Verbund präsentierte sich am 9. Januar 2019 in Potsdam politischer als in den Vorjahren und veröffentlichte sein Positionspapier zur medizinischen Versorgung im Land.

In seiner Begrüßung fand Alexander Mommert, Geschäftsführer der Krankenhaus und Poliklinik Rüdersdorf GmbH und Rehabilitationsklinik Märkische Schweiz GmbH, klare Worte zu ausufernden Regelungs- und Kontrollmechanismen, denen die Kliniken immer stärker ausgesetzt sind. „Das zunehmende Hineinregieren der Politik in unsere Organisation bremst vorhandene Kreativität und Engagement und bindet zunehmend die Ressourcen, die benötigt werden, um für das Wohl der Patienten zu sorgen“, so Mommert.

„Stärken bündeln, sich aufeinander besinnen“

Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij befürwortete die aktuellen Kooperationen und Zusammenschlüsse innerhalb der VcKB-Kliniken als Beispiel für gelungene Zukunftssicherung. Der schwierigen Situation von kleineren Krankenhäusern in der Fläche begegnete die Ministerin: „Wir meinen es ernst mit der flächendeckenden Gesundheits- und Notfallversorgung für das Land Brandenburg, insbesondere die kleinen Häuser der Grundversorgung werden vor Ort gebraucht.“

Oliver Pommerenke, Regionalgeschäftsführer der A lexianer St. Josef Potsdam GmbH, verstärkte in seiner Impulsrede den Druck in Richtung Politik. So fänden sich Krankenhäuser in einer völlig veränderten Realität wieder. „Nur das Krankenhaus, welches in der Lage ist Patienten möglichst günstig und in kurzer Zeit zu behandeln, macht Gewinne. Emphatische Pflege und Medizin, die zeitliche Ressourcen kostet, wird nicht honoriert“, betonte Pommerenke. So hätte eine unzureichende Investitionsförderung
der Länder, die fehlende Abbildung von Tarifsteigerungen in den DRGs und Mehrleistungsabschläge die Situation vieler Krankenhäuser nachhaltig negativ beeinflusst.

Moderiert von rbb-Journalistin Tatjana Jury, stellten sich die gesundheitspolitischen Sprecher der Fraktionen im Landtag Brandenburg Fragen zur Zukunft der Gesund heitsversorgung im Land. Es diskutierten

  • Britta Müller, SPD,
  • Andrea Johlige, DIE LINKE,
  • Ursula Nonnemacher, Bündnis 90/Die Grünen,
  • Raik Nowka, CDU und
  • Lutz Ausserfeld, Kaufmännischer Vorstand Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin als Vertreter des VcKB.

Wie könne den kleinen Kliniken in der Fläche geholfen und Rettungsstellen erhalten werden? Wie stehen die Fraktionen zur Forderung des VcKB nach einem Versorgungszuschlag für den ländlichen Raum? Wo biete die Digitalisierung Chancen, z.B. über die Telemedizin, zur Behandlungsverbesserung?

Das Positionspapier des Verbunds christlicher Kliniken Brandenburg finden Sie hier: www.vckb.de

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