Politik -

Medizinische Versorgung verbessern Politik fördert evidenzbasierte Medizin

Ab sofort stellt das Bundesministerium für Gesundheit den unabhängigen Forschern der Cochrane Deutschland Stiftung in Freiburg jährlich bis zu eine Million Euro zur Verfügung. Gestern verschickte das Bundesverwaltungsamt den offiziellen Bescheid.

Die Cochrane Collaboration ist ein globales, unabhängiges Netzwerk von klinischen Forschern, Ärzten, weiterer Angehöriger der Gesundheitsfachberufe sowie von Patienten. Cochrane erarbeitet unabhängige, verlässliche und öffentlich zugängliche Gesundheitsinformationen. Für Ärzte sind die medizinischen Arbeiten eine wichtige Informationsquelle. Die deutsche Vertretung der Cochrane Collaboration in Freiburg leistet anhand von Schulungen und Workshops bedeutsame Beiträge zur Verbreitung der Kenntnisse über Inhalte und Methodik der evidenzbasierten Medizin.

Wirksame Therapien einsetzen

 „Wir brauchen unabhängige Forschung, die den Stand der Erkenntnisse immer wieder wissenschaftlich auf den Prüfstand stellt und uns so verlässliche Informationen über die besten Behandlungsmethoden liefert. Deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, dass der Bund die Arbeit von Cochrane in Deutschland mit der Cochrane Deutschland Stiftung endlich nachhaltig fördern kann“, betont Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Jährlich bis zu eine Millionen Euro an Fördergeldern stellt das Bundesministerium für Gesundheit der Stiftung ab sofort  zur Verfügung.

Ziel der evidenzbasierten Medizin ist es, in erster Linie solche Therapien einzusetzen, deren Wirksamkeit und Nutzen durch hochwertige wissenschaftliche Studien belegt wurde. So wird die Qualität der medizinischen Versorgung weiter verbessert.

Um eine dauerhafte Sicherung der wichtigen Arbeiten von Cochrane zu gewährleisten, wurde am 26. Oktober 2017 die unabhängige und gemeinnützige Cochrane Deutschland Stiftung in Freiburg gegründet. Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung ist derzeit Professor Gerd Antes.

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