Corona-Pandemie -

Corona PKV sieht Deutschland in der Pandemie-Bewältigung vorn

Trotz schwieriger Ausgangslage ist Deutschland bislang besser als andere europäische Länder durch die Corona-Pandemie gekommen. Das unterstreicht eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherung (WIP), die den Pandemie-Verlauf in insgesamt 15 Ländern näher beleuchtet.

Topic channels: Corona-Pandemie und Healthcare Europa

Laut WIP-Analyse verzeichnet Deutschland innerhalb dieser Gruppe von Ländern bis heute die drittniedrigsten Infektionszahlen und die fünftwenigsten Covid-19-bedingten Todesfälle. Bemerkenswert sei diese Bilanz v.a. deshalb, weil Deutschland aufgrund seiner alten Bevölkerung und dem hohen Anteil vorerkrankter Menschen im europäischen Vergleich "mit die höchsten Risiken für schwere Krankheitsverläufe" aufweise, erläutert Institutsleiter Dr. Frank Wild im Rahmen der Vorstellung der Analyse auf einer Online-Pressekonferenz. Dass die Fallsterblichkeit mit 2,4 Prozent konstant und vergleichsweise niedrig lag, deutet Wild zufolge auf eine gute Versorgung der Covid-19-Patienten hin. Diese führt das WIP v.a. auf zwei Faktoren zurück. Der erste ist die außergewöhnlich hohe Zahl von Intensivbetten pro 100.000 Einwohner. Hier liegt Deutschland im WIP-Vergleich auf Rang eins. Ähnlich gut ist nur Österreich aufgestellt. Dem WIP zufolge haben sich die großen Reserven ausgezahlt. "Der Bedarf an Intensivbetten in Deutschland zu Hochzeiten hätte nicht gedeckt werden können, wenn wir die Intensivbettenkapazität von Belgien, Frankreich, Spanien oder Italien hätten", bilanziert Wild.

Starke Rolle des ambulanten Sektors

Der zweite entscheidende Faktor neben der Intensivbettenkapazität ist demnach der ambulante Sektor. Wild zufolge ergäben die europäischen Daten einen "Zusammenhang zwischen einem höheren Anteil an ambulanter Versorgung und weniger Todesfällen". Neben Deutschland profitieren laut WIP-Analyse auch Dänemark und die Niederlande von einem starken ambulanten Sektor. Verbessern müsse sich Deutschland hingegen mit Blick auf künftige Krisen v.a. in den Bereichen Digitalisierung und Daten.

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