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Agaplesion ev. Pflegedienst München Pilotprojekt: Soziale Teilhabe für Senioren durch Tablets

Einige Münchner Senioren testen zurzeit eine „soziale Software“, die sie im Alltag unterstützen soll. Die Senioren wohnen im Quartier und nutzen Tablets, um Termine zu vereinbaren, zu chatten oder Essen zu bestellen.

Der Agaplesion ev. Pflegedienst München versucht derzeit etwas Neues, um Senioren die soziale Teilhabe in Ihrem Wohnumfeld zu erleichtern. In einem Pilotprojekt mit Life-Partners, einem internationalen Entwickler in der IT-Kommunikation, wird deshalb eine auf  Tablets installierte Plattform getestet. Außerdem sollen in ausgewählten Wohnungen technische Assistenzsysteme installiert werden. Das Projekt konzentriert sich auf Senioren, die Teil der Idee „Wohnen im Viertel“ sind.

Sozialer Austausch mit Tablets

Anfang Oktober 2018 wurden die Tablets im Rahmen einer sechsmonatigen Testphase an rund 15 Münchner Senioren mit Wohnsitz im Stadtteil Gern verteilt. Die Senioren sind trotz eventueller körperlicher Beeinträchtigungen mobil und haben aktive An- oder Zugehörige.

Die Software ermöglicht den Testern den Austausch mit den Kontaktpersonen sowie mit Pflege- und Sozialunternehmen. Zusätzlich werden fünf Wohnungen mit einer Sensorik ausgestattet, die für mehr Sicherheit im Haushalt sorgen soll. Damit ist beispielsweise digital nachvollziehbar, ob Türen und Fenster geschlossen sind oder ein Bewegungsmelder registriert mögliche Stürze.

Der Agaplesion-Konzern investiert regelmäßig in Digitalstrategien. Trotzdem ist das Münchner Projekt in dieser Form einmalig. „Senioren wollen möglichst lange alleine, selbstbestimmt und aktiv leben. Dazu müssen sie wissen, was in ihrem Umfeld geboten wird. Das Pilotprojekt vereint digitale Vorzüge und soziale Komponenten und schafft so mehr Lebensqualität“,  erklärt Michael Schrauth, zuständig für Projektentwicklung bei dem Münchner Pflegedienst.  

Die Idee der „Sozialen Software“

Dank der „sozialen Software“ auf den Tablets sind Anwendungen wie Video-Telefonate, Sofortnachrichtendienste, Gruppenkalender, integrierte Services und netzbasierte Infrastrukturen, um z.B. Bestellungen beim Lieferservice abzugeben, vorhanden.

Die Nutzer können planen, welche Termine sie wahrnehmen wollen, „Essen auf Rädern“ ordern, oder den ehrenamtlichen Besuchsdienst. Eine zielgruppenorientierte Optik soll das Handling erleichtern.

In Rücksprache mit den Testern wird die Software weiterentwickelt und die Informationskanäle mit weiteren Services, Angeboten und Kontakten gefüllt. Vor Ort sind Mitarbeitende des Pflegedienstes und der Münchner Wohnungsbaugesellschaft Gewofag in das Projekt einbezogen, um den Senioren zu assistieren.

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