Biozid-freie Reinigung Physikalische Desinfektion für den Healthcare-Bereich

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Hygiene

Das Unternehmen Livinguard möchte mit seiner neuen Technologie die Hygiene in stationären Einrichtungen verändern. Mit Hilfe physikalischer Desinfektion soll Healthcare-Ausrüstung umwelt- und ressourcenschonend gereinigt werden.

Durch die physikalische Desinfektion soll eine höhere Hygiene in stationären Einrichtungen gewährleistet werden. – © Livinguard

„Es wird eine permanent positive Ladung auf die Oberfläche des behandelten Materials aufgetragen, die negativ geladene Mikroben anziehen kann. Wenn die Mikroben dann mit dieser positiven Ladung in Kontakt kommen, wird die negativ geladenen mikrobielle Zelle beschädigt, was zu einer dauerhaften Zerstörung des Mikroorganismus führt, wodurch diese für den Menschen unschädlich gemacht werden“, erklärt Hersteller Livinguard seine neue Technologie auf dem Prinzip der physikalischen Desinfektion. So sollen nachweislich 99,9 Prozent der Krankheitserreger zerstört werden, darunter auch das Coronavirus.

Erste biozid-freie Reinigung

Diese Technologie hat Livinguard nun zu einer permanent biozid-freien Desinfektion weiterentwickelt. Diese neue Methode arbeitet weiter auf Basis der bestehenden, patentgeschützten Wirkprinzipien der positiv geladenen Oberflächen, verzichtet aber auf Biozide. Zudem wirkt die Technologie dauerhaft selbstdesinfizierend und kann über verschiedene Verfahren auf unterschiedlichen Materialien – darunter Textilien, Kunststoffe und Papier – angewendet werden.

Nachhaltig und kostensenkend

Durch die neue biozid-freie Form der Reinigung muss, im Gegensatz zu alternativen Lösungen auf Metallbasis, zukünftig seltener gewaschen werden, was zu einer Abfallreduzierung  und v.a. zu einer Kostensenkung führt. „Es gibt unzählige Studien, die besagen, dass ein Arztkittel nach einer Woche ohne Wäsche mehr Keime auf sich versammelt als eine Toilette. Kreuzkontamination, d.h. die Übertragung von Keimen, auch indirekt über kontaminierte Oberflächen, ist daher ein Riesenproblem. Textilien müssen demzufolge sehr häufig gewaschen werden, um die Anzahl der Keime zu reduzieren. Genau hier setzt unsere Technologie an: Sie verhindert, dass sich Bakterien und Viren an textilen Oberflächen festsetzen und indirekt übertragen werden. Das ist im Moment der ganz entscheidende Punkt für die Wichtigkeit unserer Technologie. Sie reduziert das Risiko einer Kreuzkontamination erheblich und schützt außerdem die Umwelt, da Kleidung weniger häufig gewaschen werden muss“, sagt Livinguard-Geschäftsführer Sanjeev Swamy. Nicht zuletzt können sichere und geruchshemmende Textilien das Wohlbefinden aller Beteiligten fördern.