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Lesetipp Pfundstück für Prävention

Prävention ist in aller Munde. Mit „Psychologie in der Gesundheitsförderung” legt Hogrefe dazu ein echtes Pfundstück vor: Viele Experten geben in diesem Lehrbuch einen Überblick für die Schnittstellen zu Medizin, Soziologie und Pädagogik. Insbesondere hat das knapp 1,7 Kilo schwere Werk mehr denn je Bedeutung, weil es heutzutage oft um die Eigeninitiative der Menschen geht, etwa sogenannten Volkskrankheiten wie Adipositas selbst so gut wie möglich entgegenzutreten. Doch wie lässt sich dieses Bewusstsein unterstützen? Antworten gibt es auf 800 Seiten.

Vor allem Fachkräfte und Studierende gesundheitswissenschaftlicher Disziplinen (wie Medizin, Public Health, Gesundheitspsychologie, Pflegewissenschaften, Sozial- und Gesundheitspädagogik, Gesundheitsförderung) möchte das kompakte Lehrbuch ansprechen. De facto aber dürfte es für jeden interessant sein, der im weitesten Sinne mit Gesundheit und/oder Prävention zu tun hat – beispielsweise in der Pflege, ob ambulant oder stationär.

Breites Spektrum in 70 Kapiteln

Ziel ist u.a., die Schnittstellen von der Psychologie zu Medizin, Soziologie und Pädagogik aufzuzeigen, um auch eine sektorenübergreifende Versorgung anzuregen.

In 70 Kapiteln – unterteilt in neun Abschnitte, zunächst zum Verständnis von Gesundheit, zu zentralen Begriffen, Förderungsmodellen, Maßnahmen – beleuchten diverse Experten einzelne Aspekte. Ein breites Spektrum an Settings, altersgruppenspezifischen Themen sowie Erkrankungs- und Störungsbildern wird aus der Perspektive des aktuellen biopsychosozialen Gesundheitsverständnisses und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Formen der Gesundheitsförderung und Prävention beleuchtet.

Viele Krankheitsbilder näher analysiert

Besonders der achte Teil „Psychologische Aspekte der Präventions- und Gesundheitsförderung bei ausgewählten Krankheits- und Störungsbildern sowie in Anwendungsfeldern“ bietet mit 23 solcher Beispiele einen wichtigen Schwerpunkt: Sog. Volkskrankheiten wie Adipositas oder Diabetes mellitus werden analysiert, dazu für die Pflege relevante Bereiche wie Dementielle Erkrankungen, Chronischer Scherz, Erkrankungen des Bewegungsapparates oder Kardiovaskuläre Erkrankungen.

Berücksichtigt sind jedoch auch „moderne“ Phänomene wie Psychische Störungen am Arbeitsplatz oder Schlafprobleme.

Klare Aufteilung, überschaubare Vorgehensweise

Die klare Aufteilung macht das Pfundstück zu einem wunderbaren Nachschlagewerk. Und die überschaubare Vorgehensweise – pro Kapitel etwa mit jeweiligen Definitionen, einleitenden Fragen, abschließenden Kernaussagen und Literaturhinweisen – ermöglicht auch interessierten (Fast-)Laien einen schnellen Einstieg in die Psychologie sowie in die gesamte Materie.

Sehr empfehlenswert und am Arbeitsplatz garantiert lange haltbar.

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