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COVID-19-Pandemie Pflegeverbände begrüßen Maskenpflicht in der Pflege

Krankenhaus- und Pflegeverbände sehen Überlegungen des Senats positiv, Personal in Kliniken und in der Altenpflege zum Tragen von Masken zu verpflichten.

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«Natürlich begrüßen wir das, wenn die Pflegenden entsprechende Schutzausrüstung tragen, auch wenn der Schutz v.a. für die Patientinnen und Patienten gedacht ist», sagte Natalie Sharifzadeh, Geschäftsführerin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) Nordost. Ihres Wissens trage schon jetzt jeder eine Maske, der eine besitze.

Eine Verordnung halte sie aber grundsätzlich für wichtig. «Nicht unbedingt für die Pflegenden, weil es für sie naheliegend ist. Aber es sind ja auch viele angeschlossene Berufsgruppen, die durch die Lockerungen vielleicht wieder Zugang erhalten», sagte Sharifzadeh. Sie denke v.a. an die Ehrenamtler etwa in der Langzeitpflege.

Barabara Ogrinz von der Berliner Krankenhausgesellschaft erklärte, dass das Robert Koch-Institut bereits seit dem 24. April das generelle Tragen von Mund-Nasen-Schutz für Personal mit direktem Kontakt zu Risikogruppen empfehle. «Wir gehen davon aus, dass aktuell ausreichend Mund-Nasen-Schutz vorhanden ist, bei FFP-Masken sieht es allerdings schwieriger aus», sagte Ogrinz. Wichtig sei, dass auch künftig ausreichend Schutzausrüstung vorhanden sei, um die Beschäftigten und Patienten zu schützen.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hatte der Deutschen Presse-Agentur am späten Dienstagabend gesagt, dass es ein Muss für alle Beschäftigten sei, bei der Pflege und in Kliniken Schutzmasken zu tragen. «Für die Bewohner der Pflegeheime empfehlen wir die Alltagsmasken.» Zuvor hatte sich Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) für eine Maskenpflicht in Pflegeeinrichtungen stark gemacht.

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