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Rheinland-Pfalz Pflegekammer fordert Vereinbarung für ambulante Intensivpflege

Für die Versorgung von Schwerstkranken im häuslichen Umfeld muss es nach Einschätzung der Pflegekammer Rheinland-Pfalz dringend eine eigene Landesrahmenvereinbarung geben.

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In einer solchen Vereinbarung zur ambulanten Intensivpflege müssten Sozialministerium, Kostenträger und Pflegedienste einen Satz festlegen, der nicht unterschritten werden dürfe, forderte der Präsident der Pflegekammer Rheinland-Pfalz, Dr. Markus Mai, am Montag (16.04.2018) in Mainz. Dieser Stundensatz müsse deutlich über 35 Euro liegen, sonst sei die Versorgung nicht aufrechtzuerhalten. «Schlechte Pflege akzeptieren wir da nicht, dann lieber gar keine Pflege», sagte Dr. Mai.

In einigen Regionen wie im Raum Trier und in der Eifel sei die Versorgungssituation in der ambulanten Intensivpflege bereits kritisch, sagte Dr. Mai vor dem Pflegetag Rheinland-Pfalz, zu dem am Dienstag in Mainz 1.400 Teilnehmer erwartet werden. Ursache sei neben der finanziellen Ausstattung auch der Mangel an geeigneten Pflegefachkräften für diese besondere Aufgabe. «In der häuslichen Versorgung ist die Pflegefachkraft wie ein Mitglied der Familie», erklärte Vizepräsidentin Sandra Postel.

Als Vertretung von 39.500 Pflegefachpersonen sprach sich die Pflegekammer für einen Runden Tisch zur ambulanten Intensivpflege aus. In diesem besonders sensiblen Betätigungsfeld erfordere der Umgang mit Hochrisikopatienten ein vertrauensvolles Miteinander.

Besorgt äußerte sich Dr. Mai über Medienberichte zu betrügerischen Diensten in der ambulanten Intensivpflege, etwa in Bayern. Nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks setzen Pflegedienste unqualifiziertes Personal ein, rechnen aber Intensivfachkräfte ab, für die sie von den Kassen viel Geld erhalten.

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