Münchenstift Pflegefachkräfte bekommen jetzt 3.000 Euro Einstiegsgehalt

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Das Münchenstift hat einen neuen Tarifvertrag mit ver.di geschlossen. Ab Januar 2017 bekommen die Pflegefachkräfte vor Ort damit deutlich höhere Einstiegsgehälter. Eine „bislang nie dagewesene Anerkennung des Pflegeberufes“ wie es der Geschäftsführer Siegfried Benker nennt.

Das Münchenstift macht Schluss mit dem Sanierungstarifvertrag und hat mit der Gewerkschaft ver.di einen neuen Tarifvertrag abgeschlossen. Dieser sieht vor, dass die Pflegekräfte künftig inklusive einer Pauschale und Schichtzulage 3.000 Euro brutto und damit rund 300 Euro mehr als nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes erhalten. Dabei handelt es sich um das Einstiegsgehalt. „Das ist eine bislang nie dagewesene Anerkennung des Pflegeberufes und einmalig in Deutschland“, hat Siegfried Benker gegenüber der Abendzeitung München gesagt.

Wertschätzungskultur aufbauen

Die Gehaltserhöhung ist eine der Maßnahmen des Münchenstifts, um Mitarbeiter für den Beruf und das Haus zu begeistern, die Fluktuation zu senken und sich nach außen als besonders attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. So werden z.B. die Sozialräume in den Einrichtungen neu gestaltet und Fort- und Weiterbildungen für Führungskräfte angeboten. Alles im Sinne einer „Wertschätzungskultur“ im Unternehmen.

Laut der Abendzeitung München hatte das Münchenstift Probleme damit, im Haus ausgebildete Pflegefachkräfte nach dem Ende der Ausbildung zu halten. Bis zu 80 Prozent seinen in andere Einrichtungen abgewandert. Finanziert werden sollen die höheren Gehälter laut dem Bericht vom 2. November 2016 „nicht über Zuschüsse oder höhere Kosten für Bewohner“, dafür falle teure Zeitarbeit weg.