Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein „Pflege verdient mehr“ geht in die zweite Phase

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Die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein startete am 22. Januar mit der zweiten Phase ihrer Kampagne „Pflege verdient mehr“. Jetzt soll die bislang rein virtuell sichtbare Kampagne auch in natura bis Mitte Februar für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

Die zweite Phase der Kampagne „Pflege verdient mehr“ ist am 22. Januar 2021 gestartet. – © Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein K.d.ö.R.

Unter dem Motto „Pflege verdient mehr“ gingen am 16. Dezember 2020 insgesamt acht Motive der neuen Kampagne der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein online. Man zeige darauf bewusst nicht die Pflegeprofis, sondern stelle die Menschen, die gute Pflege benötigen, in den Mittelpunkt. In Gestalt von Müttern, Kindern, Großvätern oder Geschwistern. (HCM berichtete)
Neben dem erweiterten Online-Marketing bei Google, YouTube und Facebook hängen seit Freitag in ganz Schleswig-Holstein Großflächen-Plakate und werben für mehr Gehalt, mehr Personal, mehr Anerkennung und mehr Entscheidungskompetenz für Pflegende im nördlichsten Bundesland.

„Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit unserer Kampagne einen breiten, fruchtbaren und konstruktiven Dialog entfacht haben. Pflegende verdienen als eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft mehr Respekt, mehr Anerkennung, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Entscheidungsfreiheiten und vor allem eine bessere Bezahlung“, erklärte die Präsidentin der Pflegeberufekammer Patricia Drube.

Die bisher v.a. bei Facebook, Instagram und Twitter ausgespielte Kampagne hat viele Menschen in Schleswig-Holstein erreicht. Allein auf Facebook wurden in den ersten fünf Wochen rund 100.000 Besuche gezählt. „Wir setzen mit der zweiten Phase der Kampagne darauf, noch mehr Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und für das Ziel einer klaren und aktiven Unterstützung der Pflegenden zu gewinnen“. „Wir zeigen mit unserer Kampagne, dass Pflege ein unverzichtbarer, existenzieller und sehr fordernder Beruf ist, der den Pflegenden viel gibt, aber zugleich auch viel abverlangt“, sagt Drube weiter.

Ebenso wie die Bundespflegekammer fordert daher die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein u.a.,

  • die Gehälter in der Langzeitpflege und Rehabilitation schnell an die der Krankenhauspflege anzugleichen,
  • einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag in der Langzeitpflege abzuschließen, der diese Angleichung umsetzt sowie
  • das Lohnniveau für alle Pflegefachpersonen schrittweise auf ein Einstiegsgehalt von 4.000 Euro brutto anzuheben.
  • Zudem sollten Pflegende auf Corona-Stationen einen sofortigen Zuschuss von 1.000 Euro erhalten.

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