Pflege gehört in die Mitte der Gesellschaft

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) führt Pflegedialog fort und diskutiert mit Pflegenden, Angehörigen und Arbeitgebern im Bundesgesundheitsministerium die Zukunftsthemen der Pflege.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr – © Michael Dedeke (BMG)

Kurz nach seinem Amtsantritt traf sich Daniel Bahr mit Pflegenden, Angehörigen und Arbeitgebern, um den Pflegedialog fortzusetzen. Kernthemen waren der Fachkräftemangel, ehrenamtliches Engagement, Entbürokratisierung und Demenz. Der Minister versprach, Ergebnisse des Dialogs in die geplante Pflegereform einfließen zu lassen. „Im Mittelpunkt sollen die Familien, die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen stehen.“ Alltagssorgen würden aufgegriffen, Lösungen angeboten. Konkrete Ankündigungen zur Reform blieben indes aus: „Prioritäten setzen heißt, bei begrenzten Ressourcen so zu entscheiden, dass wir damit das Bestmögliche für Pflegende und Pflegebedürftige erreichen“, sagte Bahr.

Die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke, Kathrin Senger-Schäfer, kritisierte das Treffen: Bahr müsse jetzt endlich Fakten zur zukünftigen Finanzierung der Pflegeversicherung liefern. „Ständige Showveranstaltungen, getarnt als Pflegedialoge, lösen die Kernprobleme der Pflege kein Stück, sondern werden immer mehr für die schwarz-gelben Privatisierungspläne in der Pflege missbraucht“, kommentierte Senger-Schäfer. „Was nützt eine Bürgerbeteiligung, wenn das, was sich die Menschen für die Pflege wünschen, nicht solidarisch finanziert, sondern mehr und mehr von ihnen aus dem eigenen Portemonnaie bezahlt werden soll?“, fragt sie.

Weitere Informationen unter: www.bundesgesundheitsministerium.de