Lesetipps -

Lesetipp Pflege 4.0: Was ist machbar?

Politische, ethische oder ökonomische Diskurse anregen – ein Ziel, das der Sammelband der Herausgeberinnen Claudia Hauck und Charlotte Uzarewicz beleuchten will. Es wird der aktuelle Stand der technologischen Entwicklung in der Pflege aufgezeichnet und an ausgewählten Beispielen der Nutzen für die pflegerische Arbeit verdeutlicht.

Pflege und Technik gehören zusammen. „Denn gerade Technik kann die Pflegenden entlasten und so Freiräume schaffen für Zuwendungen, Gespräche, Aktivierung und menschliche Wärme“ – ein Plädoyer, dass das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) häufiger vorbringt. Das Ministerium will u.a. mit dem Investitionsprogramm „Bayern Digital II“ die Digitalisierung zielgerichtet vorantreiben. Der Sammelband, herausgegeben von Claudia Hauck und Charlotte Uzarewicz, trägt laut dem Grußwort von Andreas Ellmaier, Leitender Ministerialrat des StMGP, dazu bei, „wichtige Grundsatzfragen zum Thema Digitalisierung [zu] diskutier[en] und gleichzeitig aktuelle Innovationen im Pflegemarkt einem größeren Publikum näher [zu bringen].“

In dem Buch gibt es:

  • einen systematischen Überblick über die vier industriellen Revolutionen und deren Auswirkungen auf den Pflegesektor,
  • Einblicke in die VR-Technologie zur Schmerzbekämpfung und
  • Ausführungen über das Für und Wider EDV-gestützter Pflegedokumentation.

Das Buch richtet sich an Pflegepraktiker, Lehrende in Gesundheits- und Pflegeberufen im sekundären und tertiären Bildungssektor sowie an Führungspersonen im Gesundheitswesen.

Der Band ist in zwei Teile aufgeteilt. Während sich der erste Teil um grundlegende anthropologische und pflegewissenschaftliche Reflexionen dreht, behandelt der zweite Teil Ergebnisse aus konkreten Projekten zum Thema: Pflege 4.0.

Deshalb lohnt es sich das Buch zu lesen

Während im ersten Kapitel Grundlagen geklärt werden, ist gerade der zweite Teil für Praktiker interessant. Dort werden aktuelle Beispiele gegeben, wie die Technik in der Pflege eingesetzt wird. Etwa beim Thema „Schmerztherapie mittels Virtuell Reality (VR)“. Dort werden neben Verbrennungsschmerzen, Phantomschmerzen, chronischen Rückenschmerzen auch die Zahnschmerzen thematisiert. Der Sammelband verbindet aber auch verschiedene Thematiken rund um neue Technologien, die neue Ergebnisse aufweisen mit grundsätzlichen, ethischen und philosophischen Fragen, wodurch Diskussionsstoff entsteht.

Über die Herausgeber:

Pflegepädagogin als auch Pflegewissenschaftlerin Claudia Hauck ist Geschäftsführerin der Berufsorganisation Caritas-Gemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe e.V.“.

Charlotte Uzarewicz ist sowohl an der Katholischen Stiftungshochschule München als Professorin als auch als Honorarprofessorin an der Philosophische-Theologischen Hochschule Vallendar tätig.

Der Sammelband ist Teil der Reihe „Bildung – Soziale Arbeit – Gesundheit“, herausgegeben von der Katholischen Stiftungshochschule München, und präsentiert Beiträge theoretischer und anwendungsbezogener Forschung und Entwicklung.

 

© hcm-magazin.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen