Forschung -

Diagnostik PET/CT im Test bei Lymphdrüsenkrebs

Der Gemeinsame Bundesausschuss will eine Studie über ein neues Diagnostikverfahren für Lymphdrüsenkrebs durchführen. Erprobt werden sollen konkret Positronenemissionstomographie, PET, und Computertomographie, CT, als Ersatz einer Knochenmarkbiopsie.

PET/CT im Test bei Lymphdrüsenkrebs
Der G-BA will an einer Studie zur neuen Diagnostik von Lymphdrüsenkrebs arbeiten. Dabei soll untersucht werden, inwiefern eine Knochenmarkbiopsie durch PET/CT ersetzt werden kann. -

Für die Diagnostik von Lymphdrüsenkrebs könnte es bald eine Richtlinie geben. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) berät derzeit über den Ersatz einer Knochenmarksbiopsie durch PET/CT. Man wolle dazu eine klinische Studie planen, die eine abschließende Bewertung des Nutzens dieser Methode auf einem ausreichend sicheren Erkenntnisniveau erlaubt.

Unternehmen zur Beteiligung gesucht

„Der zuständige Unterausschuss wird die Beratungen für eine Erprobungs-Richtlinie voraussichtlich im November 2016 abschließen. Voraussetzung hier ist jedoch, dass die Hersteller von PET/CT-Geräten die mit der Erprobung verbundenen Kosten der wissenschaftlichen Begleitung und Auswertung der Studie in angemessenem Umfang übernehmen“, sagt Dr. Harald Deisler, unparteiisches Mitglied und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung des G-BA. Eine entsprechende Bekanntmachung, auf die sich interessierte Unternehmen melden können, werde in Kürze veröffentlicht. „Nach Auswertung der Studienergebnisse wird der G-BA darüber entscheiden, ob und inwieweit die erprobte Methode Teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung wird“, kündigt Deisler an.

Im Rahmen der Erprobung der PET/CT in der Diagnostik maligner Lymphome tragen die gesetzlichen Krankenkassen für die Studienteilnehmer die Kosten der Untersuchung. Die studienbedingten Kosten sind in angemessenem Umfang von den Herstellern der PET/CT-Geräte oder sonstigen Anbietern der Methode zu tragen. Kommt dies nicht zustande, wird die Erprobungsstudie nicht durchgeführt. Diesem Sachverhalt liegt eine Regelung des Gesetzgebers in § 137e Abs. 6 SGB V zu Grunde.

Über PET und CT

Die Positronenemissionstomographie (PET) ist ein bildgebendes diagnostisches Verfahren der Nuklearmedizin, mit dem Funktion, Stoffwechsel und biochemische Prozesse von Organen dargestellt werden können. Die PET-Bilder werden dabei mit denen der Computertomographie (CT) fusioniert (PET/CT).

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