PEPP: Vergütungssystem für psychiatrische Kliniken justiert

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Ab kommendem Jahr soll die Vergütung für psychiatrische Kliniken den Versorgungsaufwand der Häuser genauer widerspiegeln. Entsprechende Weichen für eine Weiterentwicklung des PEPP haben GKV-Spitzenverband, Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) gestellt.

Johann-Magnus von Stackelberg – Stellvertretender Vorsitzender des GKV-Spitzenverbands. – © pag, Thorsten Maybaum

Künftig sollen im pauschalierenden Entgeltsystems für die Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) auch ergänzende Entgelte für bestimmte Intensivbehandlungen und 1:1-Betreuungen bei Erwachsenen abrechenbar sein. Das soll den Versorgungsaufwand für psychiatrische Patientengruppen präziser abbilden. Darüber hinaus soll es indikations- und verweildauerabhängig gleiche Tagessätze geben, mit denen die Vergütungssprünge, wie sie die ersten beiden PEPP-Systemjahre kannten, zukünftig vermieden werden. Neu ist auch, dass der Entlassungstag aus dem Krankenhaus mit dem neuen Entgeltkatalog ab 2015 abrechenbar wird. „Dieser Beschluss beweist den gemeinsamen Willen aller Beteiligten das als lernendes System konzipierte Vergütungssystem für Psychiatrie und Psychosomatik zusammen weiterzuentwickeln“, sagt Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes. Er sieht den Ball nun bei den psychiatrischen Krankenhäusern. Diese müssten auf das PEPP-System umsteigen. Nur so könne die Vergütung sachgerecht weiterentwickelt, die Leistungsdokumentation verbessert und die längst überfälligen Qualitätssicherungsmaßnahmen vorangebracht werden. „Eine Verlängerung der Optionsphase, wie sie von einigen Krankenhausvertretern derzeit ins Gespräch gebracht wird, wäre vollkommen kontraproduktiv“, urteilt von Stackelberg.

PEPP war vor zwei Jahren bundesweit eingeführt worden und hatte anfangs in vielen Einrichtungen zu Akzeptanzproblemen geführt. Die Kritik hatten die Selbstverwaltungspartner aufgegriffen und das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) mit einer Überarbeitung des Pauschalenkatalogs beauftragt.

Lesen Sie mehr zum Thema PEPP unter https://www.hcm-magazin.de/pepp/158/17330/  sowie in der nächsten Print-Ausgabe (5/2014) von HCM, die am 2. Mai 2014 erscheint.