PEPP: Optionsphase soll verlängert werden

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Die Koalition will die Optionsphase für das Pauschalierende Entgeltsystem Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) verlängern. Darauf haben sich die Vorstände der Fraktionen von Union und SPD Medienberichten zufolge verständigt.

© DKG e.V.

Konkret soll die Optionsphase bis Ende 2016 laufen. Darüber hinaus soll das Bundesgesundheitsministerium das System grundsätzlich auf den Prüfstand stellen. Ursprünglich sollte PEPP für alle Einrichtungen ab Jahresende 2014 zur Pflicht werden. Gegner des Systems wie zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie, der Paritätische Gesamtverband, ver.di oder der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte hatten PEPP immer wieder kritisiert. Sie fürchten, dass das System die Versorgung von psychisch kranken Menschen verschlechtert und lehnen eine Einführung ab.

„Die von der Koalition geplante Verlängerung der Optionsphase wird ausdrücklich begrüßt“, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Alfred Dänzer. Damit schaffe die Politik konstruktiv die erforderlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines der Besonderheiten der psychiatrischen Leistungen angemessenen Entgeltkatalogs. Dänzer weiter: „Die Umstellung der Kliniken auf ein bundeseinheitliches, leistungsorientiertes und tagesbezogenes Entgeltsystem kann gelingen.“ Hingegen lehnt der GKV-Spitzenverband den Beschluss der Koalitiondiesen ab. „PEPP ist das Zukunftsmodell für eine gerechtere Vergütung. Nach GroKo-Beschluss droht nun lange Bank mit ungewissem Ausgang“, twittert GKV-Sprecher Florian Lanz.