Deutsche Krankenhausgesellschaft Patientensicherheit so hoch wie nie

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Nie gab es laut Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, einen höheren Sicherheitsstandard in deutschen Kliniken. Verbesserungspotenzial bestehe u.a. noch bei der baulichen Gestaltung.

Laut DKG ist die Patientensicherheit so hoch wie nie, aber es mangelt noch an weiteren Investitionen hierfür z.B. bei Baumaßnahmen. – © thingamajiggs (Fotolia.com)

„Die Krankenhäuser bekennen sich zu einer konsequenten Patientenorientierung und der ständigen Weiterentwicklung der Patientensicherheit“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, anlässlich des 1. Internationalen Tages der Patientensicherheit, am 17. September 2015. Diese sei ein Kernelement in der Krankenhausbehandlung. „Durch gesetzliche Vorgaben und Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses sind in den letzten Jahren zahlreiche weitere Maßnahmen zur Patientensicherheit eingeführt worden. Fehlermeldesysteme, bei denen man aus Fehlern anderer lernen kann, sind in den Krankenhäusern heute Standard. Auch OP-Checklisten und die Kennzeichnung von Operationsgebieten sind überall da eingeführt, wo sie die Sicherheit erhöhen“, sagte Baum, „nie hatten wir einen höheren Sicherheitsstandard in den Kliniken.“

Es fehlt an Investitionsbereitschaft

Verbesserungspotenzial für die Patientensicherheit sieht die DKG noch insbesondere in der baulichen Gestaltung der Krankenhäuser und im medizintechnischen Bereich. Diese sollen nur durch Investitionsmittel erschlossen werden können. Viele Projekte scheitern laut DKG aber letztlich an der unzureichenden Investitionsmittelbereitstellung durch die Bundesländer. Hier schlage die „unsägliche Investitionsmisere unmittelbar auf die Patientensicherheit durch.“ In gleicher Weise belastend sei die unzureichende Finanzierung der Personalkosten der Krankenhäuser. Patientensicherheit braucht eine gute Personalausstattung. „Die mit der Krankenhausreform vorgesehene Streichung des Versorgungszuschlages sowie überzogene Kürzungen bei zusätzlichen Leistungen entziehen den Krankenhäusern mehr als eine halbe Milliarde Euro, die für die Personalfinanzierung dringend gebraucht werden. Grundsätzlich ist festzustellen, dass bei der Krankenhausreform mehr Qualität und Patientensicherheit gefordert, diese aber nicht gefördert wird“, heißt es von Seiten der DKG.