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Klinikkooperation Paracelsus-Kliniken und Philips schließen strategische Partnerschaft

Die Paracelsus-Kliniken haben mit Philips eine strategische Partnerschaft über eine Vertragslaufzeit von acht Jahren vereinbart.

Philips rüstet die privaten Paracelsus-Kliniken mit bildgebender Medizintechnik aus, teilten die beiden Firmen am Montag (02.03.2020) mit. Ziel sei die Modernisierung der bildgebenden Medizintechnik und die Entwicklung eines bedarfsgerechten Geräteparks mit maximaler Systemverfügbarkeit und einheitlicher Bedienung. Philips liefere etwa CT-, MRT-, Angiografie-, Röntgen- und Ultraschallsysteme und sorge für Ersatz, Bewirtschaftung sowie Schulung der Mitarbeiter. Die strategische Partnerschaft mit einem finanziellen Volumen von 24 Millionen Euro ziele auch auf gemeinsame Projekte zur Digitalisierung und für effizientere Prozesse, um Effizienzpotenziale bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung voll auszuschöpfen.

"Patienten werden das mittelbar mit schnelleren Behandlungen, präziseren medizinischen Eingriffen und weniger Strahlenbelastung bei Untersuchungen spüren", erklärt Dr. med. Dr. jur. Martin Siebert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Paracelsus-Kliniken Deutschland. Ebenso würden verschiedene parallel laufende IT-Systeme in den Krankenhäusern standardisiert sowie Bedienungen, Wartungen und Schulungen vereinheitlicht.

Künstliche Intelligenz unterstützt Spitzenforschung

Eines der geplanten Leuchtturmprojekte sei die Installation von Philips KI-basierter Forschungsplattform IntelliSpace Discovery in der Paracelsus-Elena-Klinik Kassel. Diese ist auf Patienten mit Morbus Parkinson und verwandten Bewegungsstörungen spezialisiert. Mithilfe von Algorithmen und künstlicher Intelligenz (KI) soll dort die Forschung beschleunigt werden, so Siebert.

Standardisierung als Schlüssel für Kosteneffizienz

Im Bereich Ultraschall hat ein Beraterteam der Philips Abteilung Healthcare Transformation Services (HTS) zusammen mit Vertretern von Paracelsus ein erstes Optimierungsprojekt gestartet. Ausgangspunkt ist die genaue Analyse des aktuellen Bestands, des diagnostischen Spektrums und des Wettbewerbsumfelds an den Standorten Henstedt-Ulzburg, Reichenbach und Zwickau. Auf Basis der Ergebnisse erarbeitet das Team eine Empfehlung für einen bedarfsgerechten Gerätepark mit einheitlicher Bedienung und hoher Sondenkompatibilität. „Über Standardisierung können unsere Kunden die Total Cost of Ownership reduzieren. Ein homogener Gerätepark bedeutet weniger Trainingsaufwand und Vorteile bei der Wartung und Instandhaltung“, erklärt Heiko Borwieck, Mitglied der Geschäftsführung sowie Health Systems Sales Leader und Head of Solutions COE Philips GmbH Market DACH. Darüber hinaus habe die Ausstattung aus einem Guss positive Effekte auf die Versorgungsqualität, denn sie schafft eine höhere Sicherheit im Umgang mit den Systemen und erleichtert die interdisziplinäre Nutzung.

Hintergrund: Die Paracelsus-Kliniken zählen mit 34 Einrichtungen und 4.500 Beschäftigten zu den größeren privaten Krankenhausträgern in Deutschland. Der Konzern mit Sitz in Osnabrück erzielt etwa 400 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

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