Ausstellung „Pandemie – Rückblicke in die Gegenwart“

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Corona-Pandemie

Die Ausstellung im historischen Eppendorfer Sektionssaal des Medizinhistorischen Museums Hamburg des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt die Corona-Pandemie mit ihren Maßnahmen und Konzepten im Kontext der Seuchengeschichte.

Eine Nachbildung des SARS-COV-2. – © UKE Hamburg

Der Eppendorfer Sektionssaal des Medizinischen Museums des UKE ist zugleich Ausstellungsraum und Exponat. Erweitert wird der Saal mit der neuen Ausstellung „Pandemie – Rückblicke in die Gegenwart“. Ihr gegenübergestellt sind Objekte aus drei Jahrhunderten: beispielsweise Cholera-Exponate, Pestheilige und Flugblätter von Impfgegnern, eine Eiserne Lunge neben einem modernen ECMO-Filter. „Sie symbolisierten in ihrer jeweiligen Zeit medizinischen Fortschritt und Ressourcenknappheit“, sagt Prof. Dr. Philipp Osten, Leiter des Medizinhistorischen Museums.

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    Gegenüberstellung einer Eisernen Lunge und einem modernen ECMO-Filter. Zu ihrer Zeit waren beide Stücke ein Symbol von medizinischem Fortschritt und Ressourcenknappheit.
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    Eine Nachbildung des SARS-COV-2.
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    Münzen, Flugblätter von Impfgegnern und weitere Überlieferungen stellen frühere Pandemien dar.
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    Zahlreiche leere Ampullen des Impfstoffherstellers BionTech sowie Klappmesser aus dem Jahr 1807.

Der kleine Hörsaal präsentiert exemplarisch die Corona-Forschung der vergangenen 18 Monate. Prof. Dr. Marylyn Addo, Leiterin der Infektiologie des UKE, berichtet in einer Videovorlesung über die Fortschritte ihres Fachs. Ein Wandgemälde zeigt die Ausbreitung der Virusvarianten. Und die Modelle der weltweit vernetzen Coronavirus-Structural-Task-Force der Hamburger Strukturbiologin Dr. Andrea Thorn erklären den Lebenszyklus des Corona-Virus. Deutlich wird, auch die wissenschaftliche Virologie stützt sich auf Modellvorstellungen, naturwissenschaftliche Erkenntnisse sind ein dynamischer Prozess kein statisches Wissen.

Die Ausstellung ist ein Jahr lang, vom 2. Oktober 2021 bis zum 15. Oktober 2022, zu sehen.