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Aktionstag gegen den Schmerz Pandemie belastet chronisch Schmerzkranke besonders

Der deutschlandweite Aktionstag gegen den Schmerz findet jedes Jahr am ersten Dienstag im Juni statt. Schmerztherapeutische Einrichtungen geben Einblicke in neueste Erkenntnisse und Behandlungsmethoden und eine spezielle Hotline ist auch geschaltet.

Andauernde oder wiederkehrende Schmerzen – und es sind keine körperlichen Ursachen erkennbar. Psychische und soziale Faktoren gelten als Hauptverursacher für den chronischen Schmerz. Die Pandemie wirkt sich auf das Leben chronisch kranker Schmerzpatienten besonders aus.

Chronische Schmerzen treten wiederkehrend oder anhaltend über einen Zeitraum von mindestens drei bis sechs Monaten auf – etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) sind davon betroffen. Bei sechs Millionen davon sind chronische Schmerzen so stark ausgeprägt, dass sie Alltag und Berufsleben beeinträchtigen. Die Zahl derer, die unter damit verbundenen psychischen Beeinträchtigungen leiden, liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen.

Pandemie als Schmerzverstärker

Die Pandemie verstärkt diese Situation. Laut einer Studie auf der Basis von Telefon-Interviews mit chronischen Schmerzpatienten wird die persönliche Schmerzzunahme bei 44 Prozent der Befragten in Verbindung mit den coronabedingten Maßnahmen gebracht. Auch Schmerzexpertinnen und -experten der München Klinik haben in der Pandemie diese Erfahrungen sammeln können: Unsicherheit, Einsamkeit, Schlafprobleme, Ängste und geringe körperliche Aktivität wirkten in der Pandemie als zentrale Schmerzverstärker – es zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen sozialem Geschehen und Schmerz.

Bundesweiter Aktionstag und Infohotline

Deutsche Schmerzgeselschaft e.V.

Information, Beratung und Aufklärung der Patienten sind wichtige Ziele. Deshalb hat die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. den bundesweiten " Aktionstags gegen den Schmerz" ins Leben gerufen. Auch und gerade in der Pandemie-Zeit ist es wichtig, über das Thema, das so viele Menschen betrifft zu informieren und zu beraten.

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