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Lesetipp Organspende, was kann sie?

Organspende ist ein wichtiges Thema und obwohl die Zahl der Spenden im Jahr 2018 seit langem erstmals wieder zugenommen hat, gibt es immer noch zu wenig Organe, um den Gesamtbedarf zu decken. Heiko Burrack, hat selbst ein Organ gespendet bekommen und klärt in seinem neuen Buch „Leben hoch zwei – Fragen und Antworten zur Organspende und Transplantation“ offene Fragen rund um diese Themen.

Der Autor, Heiko Burrack schreibt in seinem Vorwort „Als ich begann mich mit der Organspende zu beschäftigen, betrat ich keine luftige Blumenwiese, auf der alle notwendigen Informationen wohlfeil aufbereitet vorliegen. Ganz im Gegenteil – es gibt viele sich wiedersprechende Informationen. Ich hatte es mit einem Gelände voller Hindernissen und Fallgruben zu tun. Schwierig zu beantwortende Fragen stellten sich: Ist ein Hirntoter wirklich tot? Wird ein Patient, bei dem man einen Spenderausweis findet, optimal behandelt? Was ist überhaupt dieser mysteriöse Hirntod?“. Dabei war der Autor nicht unwissend, hatte er selbst doch im Jahr 1994 eine Leber gespendet bekommen. Bei einer Auseinandersetzung mit den Themen, stößt man, wie Burrack, auf einen schier undurchdringlichen Berg an Informationen und Fragen. Die Wichtigsten davon beantwortet der Autor in seinem 320 Seiten dicken Buch „Leben hoch zwei – Fragen und Antworten zu Organspende und Transplantation“, veröffentlicht vom medhochzwei Verlag. Er hinterfragt dabei u.a. kritisch ab, wann ein Patient hirntot ist und schildert, wie Betroffene mit dem Thema Organspende umgehen.

Neun Kapitel verteilt auf mehr als 300 Seiten

Der Autor teilt sein Buch in neun Kapitel auf. Davon dreht sich in den Kapiteln eins bis drei alles um die Grundlagen wie das Gehirn, die Organspende und den Hirntod. Im vierten Kapitel hackt er nach, ab wann ein Mensch wirklich Hirntot ist, um dann im fünften Kapitel häufige Fragen aus dem Internet zu beantworten. Das sechste Kapitel geht um die Betreuung von Organspendern und wie betroffene Familien mit der Organspende der verstorbenen umgehen. Danach erzählt der Autor von seinen persönlichen Erfahrungen ( Kapitel sieben) um schließlich den Ablauf der Organspende zu erläutern ( Kapitel acht). Abschließend wirft er im letzten neunten Kapitel die Frage auf: Was muss sich zukünftig ändern?

Bunter Mix aus Akteuren, Betroffenen und offenen Fragen

So schwierig die Themen Organspende und Transplantation auch sind, so einfach gelingt es Burrack den Leser mitten in die Thematik zu ziehen. Schon beim Durchblättern des Buches fällt sofort die übersichtliche Struktur ins Auge, die anschaulich die wichtigen Dinge hervorhebt und neue Kapitel voneinander abgrenzt. Grundsätzlich teilt sich das Buch in:

  • Fließtext,
  • Interviews mit Ärzten und Betroffenen,
  • Unterschiedlich gekennzeichnete Kästen mit:
  1. Ausrufezeichen (Wichtige Informationen),
  2. i (Informationen),
  3. Stern (Beispiel),
  4. Glocke (Hinweise),
  • Zitatkästen (Grau hinterlegt),
  • Tabellen,
  • Statistiken,
  • Infografiken,
  • Aufzählungen und
  • Zusatzinformationen wie Anträge, Protokolle etc.

Durch diesen Mix, kann sich der Leser selbst die Teile herausfischen die für ihn interessant sind, ohne die Wichtigen Informationen zu verpassen. Allgemein verschafft der Autor mit seinem Buch einen guten Überblick über das Thema Organspende. Auch wenn man als Leser nur kurze Abschnitte liest, fühlt er sich bereits informiert, ohne dass jemand mit dem sprichwörtlichen Zeigefinger hinter einem steht. Durch die Interviews mit Hinterbliebenen und Ärzten entsteht der Eindruck, alle Wichtigen Informationen zu bekomme. Insgesamt ist das Buch rundum gelungen.

Über den Autor

Heiko Burrack ist Diplomkaufmann und berät Agenturen bei der strategischen und operativen Gewinnung von Neukunden. Nebenbei arbeitet er auch als Referent, Trainer und Coach. Sein aktuelles Buch „Leben hoch zwei – Fragen und Antworten zu Organspende und Transplantation“ ist bereit sein viertes Buch. Zusätzlich publiziert er in diversen Fachzeitschriften seine Artikel.

 

 

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