Organspende Online-Register kommt im März

Das neue Online-Register für Organ spendende Personen nimmt langsam Form an. Allerdings könne die Teilnahme zunächst niedrig ausfallen, da eine Registrierung in den Ämtern nicht möglich sei.

Registrierung Organspende
Ab März 2022 sollen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, ihre Organspendebereitschaft online zu registrieren. – © onephoto (stock.adobe.com)

Ab März 2022 sollen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, ihre Organspendebereitschaft online zu registrieren. Der Abruf der Erklärungen durch die Entnahmekliniken soll dann ab dem zweiten Quartal möglich sein. Das gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Dr. Petra Sitte hervor.

Aufklärung für Organspendende

Die Hausärzteschaft soll die Beratung zur Organ- und Gewebespende übernehmen. Dazu haben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) die Bundesärztekammer (BÄK), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Hausärzteverband (HZV) ein „Manual für das Arzt-Patienten-Gespräch“ erstellt. Zudem sollen die Praxen ab Januar ein „Standardinformationspaket“ zur Weitergabe an Patienten und Patientinnen erhalten. Bis Ende Dezember solle der Bewertungsausschuss über die Vergütung entscheiden, die Anpassung des einheitlichen Bewertungsmaßstabs tritt dann zum März in Kraft.

Wie soll die Registrierung erfolgen?

Für die Registrierung wird die Online-Ausweisfunktion (eID) des Personalausweises benötigt. Ab Juli kommenden Jahres soll dann auch der Zugang über die Krankenkassen-App und die Authentifizierung mittels der elektronischen Gesundheitskarte möglich sein.

Der wichtige Zugang über die zuständigen Ämter wird den potenziellen Organspendenden aber zunächst verschlossen bleiben. „ Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat einen Verfahrensvorschlag entwickelt, wie die Abgabe von Erklärungen in die behördliche Software der Ämter integriert werden und Erklärungen dort aufwandsarm abgegeben werden könnten.“ Allerdings hätten die Bundesländer in verschiedenen Fachgesprächen deutlich gemacht, dass sie die Abgabe von Erklärungen zur Organspende in den Ämtern „insgesamt sehr kritisch“ sehen.

Die Bundesländer haben verfassungsrechtliche Bedenken hinsichtlich einer Aufgabenübertragung auf die Kommunen durch den Bund, auch die zeitlichen Aufwände in den Ämtern sowie die Ausgaben der Kommunen seien ihnen ein Dorn im Auge. Technische Voraussetzungen wurden in Ländern und Kommunen noch nicht geschaffen.