Gebäude & Technik -

Safety und Security Nur sicher ist sicher

Die resolute Oberschwester allein kann es nicht immer richten. Im Krankenhaus gilt es, Menschen und hochwertige Ausstattungen zu schützen. Moderne Techniken leisten das unter weitestgehender Berücksichtigung von Persönlichkeitsrechten.

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In Telegrammstil ist das die Quintessenz einer Fortbildungsveranstaltung der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg zum Thema Sicherheit im Krankenhaus. In seinem Vortrag „Lösungen im Wechselspiel von technisch Möglichem, medizinisch Gewünschtem und juristisch Erlaubtem“ erörterte Jakob Höhne, wie Verantwortliche der zunehmenden Kriminalität in Kliniken professionell begegnen können. Wichtig dabei ist: Es müssen nicht immer gleich hochkomplexe technische Sicherheits- und Notrufanlagen sein. Oft reichen auch einfache technische Sicherheitssysteme in Verbindung mit definierten organisatorischen Maßnahmen. An vielen Stellen leisten beispielsweise eine Videoüberwachung in Kombination mit Bewegungsmeldern, Tracker, Ruf- und andere Sicherheitssysteme wertvolle Dienste, wie Höhne, Mitarbeiter beim Sicherheitstechnikhersteller Securiton, darlegte.

Eldorado für Diebe

Das Klientel der Krankenhäuser verändert sich. Patienten werden anspruchsvoller, immer häufiger nutzen sie die Notaufnahmen als Ersatz für den Haus- oder Facharzt, bringen Sprach- und Kulturbarrieren, Alkohol- oder Drogenprobleme mit. Gleichzeitig kämpfen fast alle Krankenhäuser mit chronischer Unterbesetzung. Die Identifikation der Mitarbeiter mit ihren Häusern nimmt ab. So hat das Personal oft kein Auge mehr darauf, wer wem im Flur begegnet und was Besucher dort machen. Dazu kommt die enorme Technisierung in den zurückliegenden Jahren: Laptops, Tablets, ja selbst medizinische Geräte wie Endoskope hinter für alle offenen Türen schaffen neben Patientengeldbörsen in frei zugänglichen Schubladen ein regelrechtes Eldorado für Diebe. Diese Rahmenbedingungen fordern eine offensive Herangehensweise an das Thema Sicherheit.

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