Politik -

Notfallsanitätergesetz und Änderung zum Hebammengesetz passieren Bundesrat

Der Bundesrat hat dem Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäter zugestimmt. Gleichzeitig sind damit auch Änderungen zum Hebammengesetz durch die Länderkammer gegangen.

Notfallsanitätergesetz und Änderung zum Hebammengesetz passieren Bundesrat

"Die Modernisierung der Ausbildung war überfällig", betont Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Mit den gesetzlichen Regelungen werde der Beruf attraktiver, in ländlichen Regionen werde eine qualifizierte notfallmedizinische Versorgung für die Menschen gesichert, sagt Bahr. Mit dem Gesetz wird aus Sicht der Regierung die Rettungsassistentenausbildung umfassend modernisiert. Kern ist eine grundlegende Neugestaltung der Ausbildung zum künftigen Notfallsanitäter, die künftig drei Jahre dauert. Sie enthält zudem eine umfassende Beschreibung des Ausbildungsziels und definiert Qualitätsanforderungen an die Schulen und Einrichtungen der praktischen Ausbildung. Als Ziel wird festgelegt, über welche Kompetenzen die Notfallsanitäter verfügen müssen, um kritischen Einsatzsituationen gerecht zu werden. Die Beschreibung soll bei der Beurteilung der sogenannten Notkompetenz als Auslegungshilfe dienen. Eingeführt wird auch ein Anspruch auf Zahlung einer Ausbildungsvergütung über die gesamte Ausbildungsdauer. Das Gesetz ist im Vorfeld heftig debattiert worden. Vor allem Notärzte hatten die erweiterten Befugnisse des Notfallsanitäters kritisiert.

Die in dem Gesetz enthaltene Änderung des Hebammengesetzes sieht ebenfalls Anpassungen in der Ausbildung vor. Begründet wird das damit, dass sich die Arbeit von Hebammen und Entbindungspflegern zunehmend aus dem Krankenhaus in den ambulanten Bereich verlagert.

Das Notfallsanitätergesetz soll zum 1. Januar 2014 in Kraft treten.

© hcm-magazin.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen