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Neue Schulterchirurgie an den Frankfurter Rotkreuz-Kliniken „Nicht so, wie alle Krankenhäuser das machen“

Die Marketingexperten der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken waren wieder aktiv: Am 17. Mai startet nach „Teamgeist erleben“ die neue Werbekampagne „Schulter? Erst der Experte. Dann wieder ich“. Dabei geht es um die Leistungen der neu eröffneten Klinik für moderne Schulterchirurgie, aber in erster Linie um den Patienten.

„Nicht so, wie alle Krankenhäuser das machen“
Bei der neuen Marketingstrategie der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken für die neu eröffnete Klinik für Schulterchirurgie geht es "heiß her". Ganz wichtig: Der Patient steht dabei im Mittelpunkt – nicht der... -

„Wenn Unternehmen ein neues Produkt haben, was machen sie dann? Richtig, Werbung“, sagt Dr. Marion Friers, Geschäftsführerin Personal, Pflege und Kommunikation der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken. Und das macht die Einrichtung wieder einmal mehr par Excellence und eben nicht so, wie man es von einem Krankenhaus erwarten würde. Im Januar 2016 wurde die neue Klinik für Schulterchirurgie (KSC) an der Klinik Maingau vom Roten Kreuz unter der Leitung des Chefarztes Dr. med. Aristotelis Kaisidis eröffnet – es wurde Zeit den Menschen mit Schulterproblemen in der Region rund um Frankfurt zu zeigen, welchen Mehrwert sie von der neuen Einrichtung haben können. „Bei Marketing von Krankenhäusern sieht man in der Regeln den Arzt mit einen Stethoskop um den Hals, der grinsend im Vordergrund steht, hinter ihm eine weibliche Pflegefachkraft“, moniert Martin Camphausen, Leiter Unternehmenskommunikation und Pressesprecher der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken und fragt: „Wo ist da der Patient, um den es im Krankenhaus eigentlich geht?“ und fügt hinzu „Den Arzt und damit das Krankenhaus gibt es, weil es kranke Menschen gibt und genau aus dieser Perspektive müssen wir Einrichtungen denken.“ Viele Einrichtungen im Gesundheitswesen würden das aber nicht tun. Meist sei der Tenor eher „Bitte vergöttere uns, sei froh, dass wir dir helfen“, gibt der Marketingexperte zu bedenken. Nicht so bei den Frankfurter Rotkreuz-Kliniken. 

Keine Angst vor dem Experten

Mit der Marketingkampagne für die neu eröffnete KSC spricht das Haus den Patienten selbst an und zwar – ganz simpel – indem er sich dabei selbst in seiner persönlichen Alltagssituation auf den Werbemitteln wiedererkennt. Beim Golf spielen, beim Handball oder beim Tanzen mit dem Ehemann – überall dort, wo man den störenden Schmerz in der Schulter spürt, von dem man denkt, ihn sein Leben lang spüren zu müssen. „Und genau hier wollen wir mit unserer Kampagne ansetzen und den Menschen erklären, dass sie keine Angst davor haben brauchen, einen Experten aufzusuchen“, meint Friers. „Der Weg zum Fachmann Dr. Kaisidis und seinem Team ist nicht gleich der Schritt auf den OP-Tisch, vor dem sich viele Schulterschmerzgeplagte so oft fürchten.“ Vielmehr wolle man die Menschen mit der Kampagne dazu bewegen, sich zu „trauen, vorbeizukommen, um gemeinsam mit dem Experten eine Lösung zu finden“, erklärt Friers im Gespräch mit HCM.

Let me take a selfie

Damit auch deutlich wird, dass es hier um eine Zusammenarbeit und ein Miteinander zwischen Arzt und Patient geht, zeigen die Motive ein Selfie des Patienten gemeinsam mit Dr. Kaisidis. „Dr. Kaisidis hat solche Selfie-Situationen schon oft in seinem Arbeitsalltag erlebt, wenn er Patienten durch seine Behandlung von Schulterschmerzen geheilt hat“, erklärt Friers. Das macht das Marketing aus dem Leben gegriffen und authentisch – auch wenn sich der Betrachter beim ersten Anblick über das Arztselfie wundern dürfte.

„Heiße“ Marketingstrategie

Große Augen wird es wohl auch bei einem ganz speziellen Motiv geben: Camphausen nennt es „Der Narzisst“. Zu sehen ist darauf ein junger, durchtrainierter Mann – den man wohl gemeinhin als „heiß“ bezeichnen würde – in Unterwäsche mit Tattoos auf dem nackten Oberkörper. Was das mit Schulterchirurgie zu tun hat? Camphausen erklärt es: „Wer so auf seinen Körper achtet und diesen pflegt, für den sind unschöne Narben in der Schultergegend absolut störend und schon die Angst davor kann ein Grund dafür sein, die Schulterschmerzen eher hinzunehmen, als zu einem Experten zu gehen. Auch diesen Menschen möchten wir die Bedenken nehmen und sie um die Möglichkeiten der modernen Schulterchirurgie wissen lassen.“

„Mit so einem Motiv wurde bisher im Krankenhausbereich nicht geworben“, sagt Friers. Deshalb sei man bei den Frankfurter Rotkreuz-Kliniken auch sehr gespannt auf die Reaktionen. „Sicherlich wird es viele Diskussionen geben, aber genau das möchten wir ja“, meint die Geschäftsführerin u.a. des Bereichs Kommunikation.

Rechtlich geprüft ist die Werbeaktion durch einen Anwalt. „Das war uns wichtig, schon allein wegen dem Werbungsverbot“, erklärt Friers.

Es kommt noch mehr …

Zu sehen sein werden „der Narzisst“ und auch die anderen Motive ab 17. Mai auf Bussen der Frankfurter Verkehrsbetriebe, auf DIN-A-2-Plakaten in der S-Bahn rund um Frankfurt sowie auf Großplakaten in der Frankfurter Innenstadt. Zusätzlich wird es dann die Microsite www.dann-wieder-ich.de geben, auf der es um die Schulterchirurgie und Themen rund um die Schulter gehen wird.

Wie schon bei der mittlerweile preisgekrönten Marketingkampagne „Teamgeist erleben“ (HCM berichtete im Juli 2015) werden zukünftig auch sämtliche Mitarbeiter der neuen Klinik in die Kampagne eingebunden werden. Angedacht sind unterhaltsame Fotoaktionen im Bereich Social Media. Außerdem haben Friers und Camphausen wieder Guerilla-Aktionen angekündigt, Details aber noch nicht verraten.

„Natürlich ersetzt eine solche Marketingkampagne nicht den klassischen Weg wie eine offizielle Einweihungsfeier oder Berichte in den örtlichen Medien“, sagt Friers. Aber man könne Marketing heute eben nicht mehr nur so machen, wie es alle Krankenhäuser tun, v.a. müsse man dabei immer den Patienten in den Vordergrund stellen.

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