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Universitätsklinikum Bonn Neues Warteraumkonzept für präoperative Patienten

Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) hat in unmittelbarer Nähe zu seinen Operationssälen einen Warteraum eingerichtet, um die Wartezeiten vor den Operationen zu verkürzen und angenehmer zu gestalten: die „Holding Area“.

Die Einrichtung einer „Holding Area“ hat nach Ansicht der Verantwortlichen des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowohl für das Operationspersonal als auch für die Patienten einen großen Nutzen. Ärzte sollen damit ihre Patienten mit einem gewissen zeitlichen Vorlauf in die Nähe der Operationssäle verlegen lassen können, um mit möglichst geringem Zeitverzug nach der Sterilisation der Räume mit einer neuen Operation beginnen zu können. Der Vorteil der Patienten liegt darin, dass sie etwaige Wartezeiten nicht in ihrem Zimmer, sondern in einem hellen, freundlichen Raum verbringen, der ausschließlich für Patienten vor der Operation reserviert ist. Zusätzlich habeman am UKB im Nebenraum einen Wartebereich für Angehörige eingerichtet. Dieser Raum könne z.B. von Eltern genutzt werden, die das Ende der Operation
ihrer Kinder vor Ort abwarten möchten.

„Mit der neuen Patientenholding Area machen wir einen weiteren Schritt zur Verbesserung der Versorgung unserer Patienten und ihrer Angehörigen“, sagte Prof. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am UKB. „Spitzenmedizin bedeutet für uns nicht nur optimale Arbeitsbedingungen für das Personal, sondern auch kurze Wartezeiten für Patienten und Angehörige.“

So ist die Holding Area konzipiert

Der knapp 80 Quadratmeter große Raum verfügt über acht Patientenbetten mit vollständiger technischer Ausstattung, u.a. für die Überwachung der Vitalfunktionen. Die neue Holding Area befindet sich direkt gegenüber der Schleuse zu den 16 Operationssälen im Operativen Zentrum (OPZ) des UKB. Für dessen Einrichtung mussten nach Aussage der Einrichtung ehemalige Lagerkapazitäten weichen, welche wegen der modernen Logistik nicht mehr gebraucht werden. „Die Umbauarbeiten begannen im Juli 2017 und mussten aufgrund der direkten Nähe zu den Operationssälen mit großer Umsicht in Bezug auf Sterilität und Lautstärke durchgeführt werden“, sagte der Pflegedirektor des UKB Alexander Pröbstl. Die Kosten des Umbaus belaufen sich auf 676.000 Euro, die Kosten für die Ausstattung auf 114.000 Euro.

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