Gebäude&Technik -

München Klinik Bogenhausen Neues Klinikgebäude ab 2023 in Betrieb

Das viergliedrige Gebäude wächst aktuell um einen Neubau. Ab 2023 finden sich hier der neue Zentral-OP und erweiterte Intensiv- und IMC-Kapazitäten.

Mit rund 1.000 Betten ist die München Klinik Bogenhausen das größte Haus des Klinikverbundes. Aktuell wird das viergliedrige Gebäude um einen fünften Gebäudeteil erweitert, der 2023 fertiggestellt wird. In dem sechsgeschossigen Neubau befinden sich künftig ein Zentral-OP, erweiterte Intensiv- und IMC-Kapazitäten sowie Einbettzimmer mit Wahlleistungsangebot. Zudem erspart ein Mitarbeiterrestaurant im Zentral-OP dem Team künftig aufwändiges Ein- und Ausschleusen vor und nach Pausen. Über den neuen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach können schwerstverletzte Patienten auf kurzem Weg in den Schockraum gebracht werden.

Laufender Betrieb bleibt erhalten

Während der Bauphase bleibt die Patientenversorgung vollumfänglich erhalten und der laufende Betrieb soll laut Klinikverbund so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Hierfür wurde z.B. eine neue Zufahrt geschaffen, über die Baustellenfahrzeuge das Gelände unabhängig vom Klinikbetrieb anfahren können. Der Hubschrauberlandeplatz wurde im Zuge der Baufeldfreimachung vorübergehend verlegt und ein temporärer Zugang für angeflogene Notfallpatienten zur Klinik geschaffen.

Vernetzte, dezentrale Energieversorgung

Zusätzlich wird aktuell eine neue, dezentrale Energieversorgung aufgebaut, die in großen Teilen dieses Jahr in Betrieb geht. Die Anlagen für die verschiedenen Bereiche, darunter Notstromversorgung, Dampferzeugung und Kühlung, werden vernetzt und kaum sichtbar über das Gelände verteilt. Bislang wurde die Klinik zentral über ein Nebengebäude mit Energie versorgt, das rückgebaut werden kann und so Platz für den Neubau macht. Zusätzlich installierte die München Klinik im September neue Kälteanlagen auf dem Dach, die ab 2020 das Bestandsgebäude sowie den Erweiterungsbau versorgen.

Eigene Herstellung von Zytostatika

Nach Abschluss des Neubaus startet der Klinikverbund mit der Modernisierung des Haupthauses. Einige Maßnahmen sind bereits abgeschlossen. Die neue Cafeteria im Eingangsbereich erhielt bereits im April ein Facelift und ein neues Gebäude verbindet nun Tiefgarage und Krankenhausapotheke. Die dort untergebrachten Herstellungsräume der Apotheke sind bereits eingerichtet - aktuell läuft die Abnahme, um sie in Betrieb zu nehmen. Dort werden u.a. Zytostatika, Medikamente zur Krebsbehandlung, patientenindividuell zubereitet, um Pflegepersonal und Ärzte bei der Arbeit zu entlasten. Die Herstellung an einem Ort ist außerdem klimafreundlicher, denn Umverpackungsabfall wird vermieden und Restmengen hochwirksamer Wirkstoffe können komplett verwertet werden. Das spart bei hochpreisigen Arzneimitteln zudem Kosten.

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