Ludwig-Maximilians-Universität München Neues Forschungszentrum in Großhadern/Martinsried

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Der erste Spatenstich zum Neubau des Forschungszentrums „Interfaculty Center for Endocrine and Cardiovascular Disease Network Modelling and Clinical Transfer“ (ICON) für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems der LMU und des LMU Klinikums ist getan.

LMU Klinikum ICON Forschungszentrum
Der Neubau des Forschungszentrums ICON. – © doranth post architekten

Den ersten Spatenstich für das ICON auf dem LMU-Campus Großhadern/Martinsried setzten heute LMU-Präsident Prof. Dr. Bernd Huber, der Ärztliche Direktor des LMU-Klinikums Prof. Dr. Markus M. Lerch , Prof. Dr. Steffen Massberg, Leiter der Medizinischen Klinik und Poliklinik I, Prof. Dr. Eckhard Wolf vom Genzentrum der LMU sowie Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Bauministerin Kerstin Schreyer .

Das Ziel: Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems erforschen

Das neue Zentrum widmet sich Forschungen zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems , die laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit die häufigste Todesursache darstellen. So sind im Jahr 2019 fast 18 Millionen Menschen an einer kardiovaskulären Erkrankung gestorben. Auch in Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache. Das ICON-Gebäude wird eine Gesamtfläche von 6.823 Quadratmetern umfassen. Die Baukosten werden sowohl vom Bund als auch vom Freistaat Bayern getragen. Die Fertigstellung ist für Ende 2024 geplant.

Die Grundlagenforschung hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Erkenntnisse über die Krankheitsursachen und -mechanismen gesammelt und mögliche Therapieansätze entwickelt. Doch um neue Konzepte in die klinische Prüfung und später in die Klinik zu bringen, müssen sie zunächst auch in geeigneten Großtiermodellen validiert werden.

Massberg erklärt dazu: „Die Übertragung grundlagenwissenschaftlicher Erkenntnisse in eine neue Therapieform zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten ist noch immer ein sehr langwieriger und vor allem ineffizienter Prozess. ICON wird uns das erforderliche interdisziplinäre Umfeld bieten, um neue Verfahren zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen insbesondere auch aus den Bereichen Zell- und Gentherapie rascher in die klinische Anwendung bringen zu können.“

Das neue Forschungsinstitut ICON will die Translation effektiver machen. Im neuen ICON-Zentrum sollen Mediziner auf neue Diagnose- und Therapieverfahren für endokrin-metabolische und kardiovaskuläre Erkrankungen fokussieren und solche Ansätze präklinisch in maßgeschneiderten, insbesondere genetisch veränderten Großtieren validieren.