AOK-Bundesverband Neuer Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitz

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Zwei Frauen stehen seit Anfang dieses Jahres an der Spitze von Vorstand und Aufsichtsrat des AOK-Bundesverbandes: Dr. Carola Reimann als Vorstandsvorsitzende, Dr. Susanne Wagenmann als alternierende Vorsitzende des Aufsichtsrates für die Arbeitgeberseite.

Reimann rechts, Wagenmann links
Dr. Susanne Wagenmann, Vorsitzende des Aufsichtsrates für die Arbeitgeberseite (links) und Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende. – © AOK-Mediendienst

Die erfahrene Gesundheitspolitikerin Dr. Carola Reimann folgt als Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes auf den bereits zum Jahreswechsel in den Ruhestand verabschiedeten Martin Litsch. Die neue Vorsitzende des Aufsichtsrates für die Arbeitgeberseite, Dr. Susanne Wagenmann, übernimmt den Staffelstab von Dr. Volker Hansen, der in den Ruhestand geht. Reimann und Wagenmann sind die ersten Frauen, die im Vorstand und an der Spitze des Aufsichtsrates Verantwortung für den AOK-Bundesverband übernehmen.

Strukturreformen auf der Agenda

Wagenmann ist seit Herbst 2020 als Abteilungsleiterin Soziale Sicherung bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) tätig. Zuvor war die promovierte Volkswirtin unter anderem in leitender Position in der ärztlichen Selbstverwaltung beschäftigt. Seit April 2021 ist sie alternierende Vorstandsvorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR). Beim Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) engagiert sich Wagenmann zudem ehrenamtlich als Kuratoriumsmitglied. Sie sieht die Einleitung echter Strukturreformen als vordringliche Aufgabe der neuen Bundesregierung: „Die Ampel-Koalition muss diese Reformen nun schnell angehen, auch wenn die Ausgangslage durch die Pandemie nicht einfach ist.“ Wagenmann will sich gemeinsam mit Knut Lambertin, alternierender Aufsichtsratsvorsitzender für die Arbeitnehmerseite, für die Stärkung der Selbstverwaltung engagieren.

Reimann vertritt gemeinsam mit dem Vorstands-Vize Jens Martin Hoyer die Interessen der AOK-Gemeinschaft. Sie wurde im Sommer vergangenen Jahres einstimmig vom Aufsichtsrat in diese Position gewählt. Die promovierte Biotechnologin war von 2017 bis 2021 niedersächsische Gesundheitsministerin, das Amt hatte sie wegen einer Erkrankung aufgegeben. Zuvor war die Braunschweigerin 17 Jahre lang Abgeordnete im Bundestag, unter anderem als gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion und als Vorsitzende des Gesundheitsausschusses. „Es gibt viel zu tun. Der Reformbedarf im deutschen Gesundheitswesen ist unübersehbar“, sagt sie und verweist auf die nach wie vor angespannte Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung. „Besonders dringlich sind nachhaltige Finanzierungslösungen für die gesetzliche Krankenversicherung und die soziale Pflegeversicherung.“ Darüber hinaus sei die Zeit reif für echte und nachhaltige Strukturreformen. Das betreffe neben dem Krankenhausbereich vor allem die Fragen einer sektorübergreifenden Versorgung und die Begrenzung der Kosten im Arzneimittelbereich.