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Universitätsmedizin Rostock Schnell und präzise: Neuer OP-Roboter in Rostocker Neurochirurgie

Mit einem hochmodernen Roboter will die Universitätsmedizin Rostock neue Maßstäbe setzen und verspricht sich davon eine schonendere Behandlung schwerkranker Patienten. Einsatz findet der Roboter mit Namen Rosa in der Abteilung von Prof. Dr. Thomas Freiman.

Themenseite: Medizintechnik

Patienten mit Hirntumoren, Epilepsie, Parkinson oder schwerwiegenden Einschränkungen der Wirbelsäule sollen vom Einsatz des neuen Roboters profitieren. Statt mit Röntgenstrahlen misst der Roboter das Gesicht der Patientinnen und Patienten per Laser aus und führt den Operateur exakt an die betroffene Stelle im Gehirn, an der Implantate eingesetzt oder Proben entnommen werden sollen.

"Dieses Verfahren ist für unsere Patienten durch die kleinen Hautschnitte und die geringere Strahlenbelastung wesentlich schonender", erklärt der Leiter der Neurochirurgie Prof. Dr. Thomas Freiman. So sollen die Schwerpunkte Neuroonkologie, Kinderneurochirurgie und Epilepsie in Rostock stärker verankert werden.

Start-up aus Frankreich

Der Roboter Rosa (Robotic Surgery Assistent) wurde vom französischen Start-up Medtech aus Montpellier entwickelt. Die Universitätsmedizin Rostock ist der einzige Standort in Norddeutschland. Zum ersten Mal wurde Rosa in Deutschland 2016 in der Uniklinik in Frankfurt am Main eingesetzt. Dort konnte Freiman als leitender Oberazt das Modell schon bei vielen Patienten einsetzen.

OP-Roboter nicht nur in Rostock

Die roboterunterstützte Chirurgie wird in immer mehr Kliniken zum Alltag. Erst kürzlich haben die Abteilungen für Allgemein- und Viszeralchirurgie und für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie am Klinikum Chemnitz ein neues Robotersystem angeschafft. Mehr dazu lesen Sie hier.

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